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- George Michael – Monkey

Wie es George Michael gelingt, einen "Affen" charttauglich zu machen.

Treue Fans
Von Anfang an haben die Amerikaner einen Narren an dem Briten George Michael gefressen. Wer schon als junger Mensch Wham! liebte, hält George auch die Treue, als er sein Soloalbum "Faith" veröffentlicht.

Es kommt selten vor, dass ein weißer Engländer auch die schwarze Bevölkerung begeistert, doch Black Music Sender spielen seine Songs und das Album verkauft sich "wie geschnitten Brot". Und so überlegt Al Teller, der Chef seiner Plattenfirma, wie man "Faith" weiter ausschlachten könnte – auch wenn 4 erfolgreiche Singles bereits ausgekoppelt wurden.

George Michael ist ebenfalls glücklich über seine Hits, aber auch er überlegt, welcher Titel noch das nötige Potential haben könnte.

Gib dem Affen Zucker
Sein Song "Monkey" über seine Erfahrungen mit einem drogenabhängigen Liebhaber war eigentlich nur als Albumfüller gedacht. Die Zeile "You have a monkey on your back" bedeutet, an der Nadel zu hängen oder im Drogenrausch zu sein – und der Rausch, die Sucht waren Michaels Lover immer wichtiger als er.

Die Enttäuschung darüber hört man dem Song deutlich an. Und man ist ratlos, denn im Grund ist der Song nicht stark genug für eine weitere Single.

Da hört Michael zufällig den Remix von Janet Jacksons "Nasty", den die Star-Producer Jimmy Jam und Terry Lewis tanzflächentauglich aufpoliert haben. Es ist das erste Mal, dass George Michael fremde Produzenten an einen seiner Titel lässt, er bittet die beiden, seinem "Affen" Zucker zugeben.

Jam und Lewis polieren den Song gründlich auf, Michael muss zwischen den Tour-Proben immer wieder ins Studio, um seinen Gesang neu aufzunehmen. Am Ende wird man diesen Affen nie wieder los... in sechs verschiedenen Versionen kommt "Monkey" auf den Markt und im August 1988 hat er sich an die Spitze der Charts gehangelt.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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