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- The Beatles - Yellow Submarine

Wie das gelbe U-Boot der Beatles 1968 plötzlich auf der Kinoleinwand auftaucht.

Mini-Hörspiel
Als Paul McCartney den Song "Yellow Submarine" schreibt, hat er ein musikalisches Mini-Hörspiel im Kopf. Da es aber Mitte der 60er Jahre noch kein Geräuschearchiv gibt, muss die Band die U-Boot-Geräusche selbst erzeugen - mit Ketten, Schiffsglocken, Pfeifen oder auch einer Registrierkasse.

John Lennon bläst mit einem Strohhalm Luft in ein Wasserglas, und er und McCartney rufen Seefahrtkommandos. All diese Geräusche und Effekte sind es, die einen Zeichentrickfilmer auf die Idee bringen, einen animierten Kinofilm zu drehen.

Dafür engagiert man Heinz Edelmann, der als Grafiker und Illustrator beim Trend-Magazins "Twen" arbeitet. Er soll die Beatles als Cartoons originell und witzig in Szene setzen.

Die Jungs selbst wollen sich nicht an dem Film beteiligen. Trotzdem befragt man John Lennon nach seinen Ideen.

Ideen sammeln
Die sprudeln nur so aus ihm heraus. So fabuliert er über eine Maschine, die Menschen aufsaugt. Die Macher notieren alles eifrig und entwickeln eine Story:

Die "Sgt. Pepper's Lonely Heartsclub Band" wird unter Wasser von den "Blaumiesen" gefangen gehalten, bis die Beatles sie mit einem gelben U-Boot befreien. 200 Zeichner arbeiten in Schichten rund um die Uhr, nach elf Monaten ist der Zeichentrickfilm im Kasten.

Die Premiere von "Yellow Submarine" am 17. Juli 1968 ist das Ereignis in London. Die Presse lobt den Zeichentrickfilm als stilbildenden Ausdruck eines Lebensgefühls. Die Beatles selbst sind nicht zufrieden. Paul hatte sich ein romantisches Märchen à la Disney vorgestellt und John nörgelt, die meisten Ideen seien von ihm, aber im Abspann würde er dafür nicht mal gewürdigt.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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