Dawn Penn (Quelle: Pressefoto)
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- Dawn Penn – You Don't Love Me (No, No, No)

Warum die Sängerin Dawn Penn trotz eines Hits kaum Geld sieht.

Kein Verdienst in Sicht, trotz vieler Fans
Dawn Penn ist 3 Jahre alt, als Bo Diddley in Amerika den Song "She's Fine, She's Mine" für eine treulose Geliebte komponiert. Dawn wächst in Jamaika, ganz in der Nähe des berühmten "Studio One" in Kingston auf, wo sie mit 15 Jahren einen Talentwettbewerb gewinnt.

Der Inhaber ist begeistert von Dawns Stimme. Er kramt eine Nummer von Willie Cobbs heraus, die 1960 fast ein Hit geworden wäre - hätte ihn nicht Bo Diddley des Plagiats bezichtigt und die Plattenfirma daraufhin kalte Füße bekommen. Dawn Penn nimmt das Lied 1967 trotzdem auf, sicherheitshalber erwähnt man als Urheber Bo Diddley und Willie Cobbs.

Dawn schreibt einen Text über gebrochene Herzen und auf Jamaika jubelt man ihr zu. Auch danach nimmt man immer wieder Songs mit ihr auf, aber Geld verdient sie mit ihrem Gesang nicht. Um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, zieht Dawn Penn 1970 auf die Jungferninseln und wird Buchhalterin.

Aus Alt mach Neu
Wegen rassistischer Übergriffe kehrt sie 1987 nach Jamaika zurück. Dort feiert 1992 das "Studio One" 35-jähriges Jubiläum. Beim Sichten der alten Aufnahmen für einen Geburtstags-Sampler stößt der Chef auf Dawn Penns "You Don't Love Me".

Man nimmt den Song erneut auf und verpassen ihm einen modernen Touch – und nach 39 Jahren entwickelt er sich zum internationalen Hit. Und wieder kriechen Songschreiber aus ihren Löchern und behaupten, sie hätten dies oder jenes zu "You don’t love me" beigesteuert.

Zwar verlaufen die vermeintlichen Ansprüche alle im Sande, aber auch Dawn Penn wird nicht reich mit ihrem Text, denn sie muss die Tantiemen mit Willie Cobbs und den Erben von Bo Diddley teilen.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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