David Bowie (Quelle: imago/ZUMA Press)
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- David Bowie – Absolute Beginners

Wie es Julian Temple schafft, ein Millionenbudget zu versenken und wie ein Anruf von Michael Jackson ihn wieder ins Spiel bringt.

Die Stars stehen Schlange
Ohne die Videos des Regisseurs Julien Temple geht in Englands Musikszene gar nichts. Er dreht "Come On Eileen", setzt Sade in Szene und sowohl die Stones wie auch David Bowie stehen Schlange.

Julien und David werden beste Freunde und tüfteln gemeinsam an Juliens Plan herum, den Roman "Absolute Beginners" zu verfilmen. Julien schwebt eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der beginnenden Rock'n' Roll-Ära im London der 1950er Jahre vor. Bowie liefert den Titelsong, dafür bekommt er eine Rolle.

Ein Teil des Budgets geht dafür drauf, London im Jahr 1985 so aussehen zu lassen wie 1958. Es ist noch kein Meter Film gedreht, da hat Julien Temple bereits 1 Millionen Pfund Produktionskosten auf der Uhr.

Auf der Suche nach einer Hauptdarstellerin hält Julien Temple in einer Fernsehshow ein Foto von Brigitte Bardot hoch. Jedes Mädchen, das auch nur halbwegs so aussieht, solle sich bitte melden. Die 16-jährige Patsy Kensit von der Band Eighth Wonder tut das, bekommt aber keine Antwort. Da ihr Bandmanager mit Julien Temple zur Schule ging, lockt er den Regisseur zu einem Konzert. Danach hat Patsy die Rolle.

Der Song wird Top, der Film ein Flop
Als "Absolute Beginners" in die Kinos kommt, wird Bowies gleichnamiger Song ein Hit und der Film ein absoluter Flop. Von den gut 8 Millionen Pfund Produktionskosten spielt er gerade mal 1,8 Millionen Pfund ein.

Die Presse fällt über Julien Temple her und nennt ihn den Totengräber der englischen Filmindustrie. Entsetzt flüchtet Julien nach Amerika, nachdem er einen Nervenzusammenbruch hatte und in England keine Arbeit mehr findet.

Inmitten diese düstere Stimmung platzt eines Tages ein Anruf. Es ist Michael Jackson, der ihm berichtet, dass seine Schwester Janet die Tanzszenen aus seinem Film und ihn als Regisseur für ihr Video haben möchte.

So war wenigstens nicht alles umsonst und nach erfolgreichem Videodreh klopfen auch wieder Künstler wie Duran Duran, Neil Young und Tom Petty an bei Julien Temple.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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