Britney Spears (Quelle: imago/United Archives International)
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- Britney Spears – Baby, One More Time

Wie aus einer Provinz-Pubertistin eine Popprinzessin wird.

Der Traum ein "Mouseketeer" zu sein
Lange vor den sog. Casting-Shows gibt es in Amerika den "Micky Mouse Club", in dem junge Talente gefördert werden. In der Provinz im Bundestaat Mississippi versäumt die kleine Britney Spears keine Folge. In einer Sendung wird zum Casting aufgerufen und Britney nervt ihre Mutter solange, bis sie eine Bewerbung einschickt.

Von 1000 Kandidaten bleiben sechs übrig und Britney ist eine von ihnen. Aber mit ihren 8 Jahren ist sie einfach zu jung. Vier Jahre später versucht sie es erneut, und diesmal schafft sie es. Zusammen mit dem gleichaltrigen Justin Timberlake und der älteren Christina Aguilera wird Britney ein "Mouseketeer", wie die jungen Moderatoren genannt werden.

Nach 2 Jahren wird die Sendung eingestellt und Justin, inzwischen 15 Jahre alt, wird Mitglied der Boyband *NSYNC. Er hat aber nur Augen für seine Jugendfreundin Britney. 1998 sind die beiden offiziell zusammen und Justin setzt sich dafür ein, dass sie einen Plattenvertrag bekommt.

Keine Maus mehr!
Dann schickt man sie nach Schweden zu Max Martin. Der hat auch den ersten Hit von *NSYNC komponiert und weiß, was junge Musikfans hören wollen. Z.B. "Baby, One More Time", denn den Text kann jeder nachempfinden, der schon einmal verlassen wurde.

Mit ihren 16 weiß Britney Spears genau, was sie will und was nicht. Und sie will definitiv nicht im Video als Zeichentrick-Britney durch die Gegend laufen, wie sich das die Plattenfirma ausgedacht hat. Sie möchte in der Schule singen, in der das Musical "Grease" gedreht wurde. Und damit sich jedes Mädchen mit ihr identifizieren kann, kauft sie sich für kleines Geld eine Art Schuluniform. Auch die Tanzszenen im Video sind ihre Idee.

Mit "Baby, One More Time" übertrumpft Britney Spears sogar ihren Freund Justin Timberlake. Die Single wird fast weltweit Nummer 1 und macht sie zum erfolgreichsten Teenie der Popgeschichte.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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