Guten Morgen Berlin-Moderator Djamil Deininger macht den Praxistest. (Foto: radioBERLIN 88,8)

- Telematik: Geld sparen beim Autofahren?!

Telematik-Tarife heißen die Angebote, bei denen sich die Kfz-Versicherungsprämie nach dem Fahrstil richtet.

Doch wieviel Geld kann ich als Autofahrer mit diesen Tarifen wirklich sparen? "Guten Morgen Berlin"- Moderator Djamil Deininger wills wissen und macht ab Montag (14.11.2016) den Praxistest. Die Ergebnisse gibts dann am Freitag (18.11.2016) in "Guten Morgen Berlin".

Alle wichtigen Fragen und Antworten rund um das Thema Telematik haben wir für Sie zusammengestellt.


Rund 45 Millionen Autos in Deutschland sind haftpflichtversichert. Fast ein Viertel der Fahrzeughalter kümmert sich jährlich um eine neue Police, sagen Versicherer und Verbraucherschützer. Nun gibt es eine gute Hand voll Versicherer, die einen neuen Tarif anbieten. Telematik-Tarife heißen diese Angebote, bei denen sich die Kfz-Versicherungsprämie nach dem Fahrstil richtet. 

Wie funktioniert Telematik im Auto und was kann ich dadurch sparen?

Bei der Telematik lasssen die Autofahrer ihr Fahrverhalten per App oder eine im Auto eingebaute/eingesteckte (über Zigarettenanzünder) Datensammelbox aufzeichnen. Fahren sie vorbildlich, indem sie sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit halten oder nicht oft beschleunigen und bremsen, belohnt das der Versicherer: Je nach Anbieter sind dann Rabatte von bis zu 30 % im Folgejahr möglich.

Was wird genau bewertet?

Je nach Anbieter werden Informationen über hartes Bremsen, Geschwindigkeit, Nachtfahrten, schnelles Beschleunigen, Leerlaufzeit und den Straßentyp ausgewertet.

Welche Versicherer bieten Telematik-Tarife an?

Zurzeit sind es neun Versicherer: Sijox, VHV, Axa, Admiral Direkt, Allianz, Generali und ihre Tochter Aachenmünchener, S-direkt, der bis Ende 2015 ein Pilotprojekt mit rund 1000 Kunden zu laufen hatte sowie die Huk-Coburg. Der Tarif der Huk-Coburg wird allerdings nur im Rhein-Main-Gebiet angeboten. Einige Versicherer bieten den Telematik-Tarif speziell für junge Fahrer an.

Was kostet mich die notwendige Technik?

Die Kosten für die Box belaufen sich auf ca. 100 Euro. Hinzu kommen Kosten für Infrastruktur und Auswertungen der Daten.  

Und wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Der Versicherer wertet die Daten des Autofahrers nicht selbst aus, sondern schickt sie an eine Fremdfirma. Diese kennt die Identität des Fahrers nicht. Sie errechnet einen Punktwert und gibt ihn an den Versicherer weiter.

Welche Anbieter testet Djamil?

Djamil testet die App von Generali und die Variante mit eingebauter Hardware im Auto von VHV (rechts)