Gleise einer Achterbahn führen am 30.06.2016 in Berlin auf dem Gelände des ehemaligen Vergnügungsparks Spreepark in einen Tunnel in Form eines Mauls einer bunten Raubkatze. (Foto: dpa-Bildfunk)
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- Spreepark Berlin

Das 30 Hektar große Gelände steht seit 14 Jahren leer. Jetzt soll endlich etwas geschehen und viele der besonderen Attraktionen im Park könnten saniert werden.

Zukunftspläne

Für neue Projekte stehe eine Million Euro zur Verfügung, sagte Geisel. Weitere zwei Millionen würden genutzt, um das Gelände abzusichern. So müsse der Fels der ehemaligen Wildwasserbahn womöglich abgerissen werden, weil er statisch nicht mehr verlässlich sei.

Im Grunde aber sollten möglichst viele der verfallenen Attraktionen bewahrt werden, sagte der Stadtentwicklungssenator. Dazu gehören Achterbahnschienen genauso wie das alte Riesenrad, das sich seit Jahren gespensterhaft quietschend im Wind dreht. «Das würden wir gern wieder in Gang setzen», kündigte Geisel an. Aus dem Park könne ein «Ort für Kreativität, Kunst und Kultur» werden, stellt der Senator sich vor.

Die Geschichte des Parks

1969 wurde er als „Kulturpark Berlin“ gegründet, auch „Kulti“ genannt. Er war der einzige Freizeitpark der DDR und hatte als größte Attraktion ein Riesenrad. Nach der Wende übernahm die Schaustellerfamilie um Norbert Witte als „Spreepark GmbH“ das Gelände. In den 90ern ging’s dann bergauf: Neue Fahrgeschäfte und unter anderem eine Wildwasserbahn lockten wieder Millionen Besucher an. Doch dann gab es mehr und mehr Auflagen zum Landschaftsschutz und Streit mit dem Senat. Als Folge wurde 2001 Insolvenz angemeldet und der Park musste geschlossen werden.

Stand: 01.07.2016