Aussenfassade des Riviera Grünau (Foto: radioBERLIN 88,8 / Matthias Bartsch)
Bild: radioBERLIN 88,8 / Matthias Bartsch

- Riviera in Berlin-Grünau

Das ehemalige Ausflugslokal ruht in einem Dornröschenschlaf, aus dem es allerdings bald erweckt werden könnte. Pläne von Amt und Bauträgern sehen nämlich vor, das Riviera-Haus auf dem Areal in der Grünauer Regattastraße bald wieder im luxoriösen, historischen Glanz erstrahlen zu lassen.

Das Riviera wurde um 1890 vom Architekten Otto Gerth entworfen. Darüber hinaus
wurden die Säle allgemein für sportliche/gesellschaftliche/kulturelle Anlässe genutzt (Bälle, Familienfeiern, Vereinsfeiern etc.). Auch zu Zeiten der DDR waren die Ausflugsgaststätten bekannt und beliebt. Ab 1991 verfielen die Gebäude dann zunehmend, der Abriss wurde jedoch mehrmals vom Bezirk abgelehnt.

Es gab schon mehrere interessierte Investoren, z.B. 2000 die B+R Immobilienentwicklung GmbH & Co KG wollte das Gelände übernehmen. Es sollten neue Gebäude (Hotel, Gaststätte) auf dem Gelände errichtet werden und der alte Saal im Riviera nur von außen restauriert werden. Auch 2001 bestanden die Pläne noch.

Zukunftspläne

Die Terragon AG will mit einem Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Euro rund 200 „hochwertige Eigentumswohnungen” als Seniorenwohnanlage auf dem Gelände in insgesamt vier neuen Gebäuden sowie in das dann sanierte und gößrtenteil umgebaute Gesellschaftshaus bauen.

Zwar gehört mit zum Geschäft die Verpflichtung der Terragon, den Ballsaal des „Riviera“ zu sanieren, der dann als Gastronomie- und Veranstaltungsraum öffentlich nutzbar sein wird. Der prächtige historische Saal des Gesellschaftshauses soll aber im Rahmen des Umbaus mit den Seniorenwohnungen wegfallen. Auch für diesen Teil der Maßnahme gilt der Bauvorbescheid.


Für eine offene Wohnanlage

Der Uferweg entlang der Dahme soll aber frei zugänglich ausgebaut werden und von der Regattastraße erreichbar sein. „Die Öffnung der Wohnanlage nach außen war uns von Beginn an ein wichtiges Anliegen, da ihre künftigen Bewohner das Kommen und Gehen von Besuchern schätzen und als Bereicherung ihres Alltags empfinden“, so Michael Held, Vorstandsvorsitzender der Terragon AG zum Charakter des Projektes.


Und wie hoch sind die Sanierungskosten?


Restaurator Ulrich Schneider war in den vergangenen Monaten vom Denkmalschutz beauftragt worden, die Substanz der beiden historischen Gebäude zu untersuchen. Die Höhe der Sanierungs-Kosten steht noch nicht fest. Sie werden aber auf der Grundlage seiner Ergebnisse in Zusammenarbeit mit der oberen und unteren Denkmalschutzbehörde noch kalkuliert. Die Fertigstellung aller Gebäude des Riviera-Projektes ist für Ende 2020 geplant.

Adresse

Regattastraße 167
12527 Berlin

Stand: 24.04.2018

 

Riviera Berlin