Die ehemalige Bärenquell-Brauerei in Treptow (Foto: imago/Jürgen Ritter)
Die ehemalige Bärenquell-Brauerei in Treptow (Foto: imago/Jürgen Ritter) | Bild: imago/Jürgen Ritter

- Ehemalige Bärenquell-Brauerei

Seit 1882 wurde hier in Niederschöneweide Bier gebraut. Ende 1994 war dann Schluss mit der Bierproduktion. Aktuell gibt es keine konkreten Nutzungspläne für das Gelände.

Eine bewegte Vergangenheit

Auf dem Gelände entstand ab 1882 die von Max Meinert und von Kampfhenkel gegründete Brauerei Borussia. 1898 wurde die Borussia-Brauerei von der Schultheiss-Brauerei AG gekauft. Dabei wurde das Areal erweitert: Zusätzlich zur schmalen Fläche zwischen Spree und der heutigen Schnellerstraße wurde ein weiteres Grundstück erworben.

1959 wurde die Brauerei per Magistrats-Beschluss mit den anderen fünf Ost-Berliner Brauereien aufgelöst. Rechtsnachfolger wurde die "VEB Berliner Brauereien", der Produktionsstandort Niederschöneweide erhielt den Namen Bärenquell-Brauerei. Ab 1969 war sie Teil des "VEB Getränkekombinat Berlin".

1991 kaufte die hessische Henninger Bräu AG die Marke und produzierte auf dem Gelände weiter.

Zum 1.4.1994 wurde die Bierproduktion dann komplett eingestellt. Bärenquell wurde erst einmal noch in Kassel weitergebraut. Aus dem Berliner Pilsener Spezial wurde dann aber Original Pilsener Spezial. Das letzte Bärenquell wurde 2009 durch die Oettinger Brauerei verkauft.

Ein trauriger Anblick

Seit fast 20 Jahren verrotten die denkmalgeschützten Backsteinbauten wie Fassholz- und Bierlager, Kühlturm, Pferdestall und Kesselhaus.  

In den Hallen liegen Trümmerteile und Deckenbalken hängen herunter. Starkstromkabel sind überall aufgeschnitten und die Kupferadern von Metalldieben entfernt. Geocacher, Industriegolfer, Grafitti-Künstler und -Pfuscher tummeln sich, wo längst Investoren bauen sollten.
 

Konkrete Zukunftspläne: Fehlansage

Bis vor kurzem sollte BAUHAUS auf dem Gelände einziehen, doch Bauhaus war von der Max Bahr-Pleite betroffen und die Investionspläne haben sich zerschlagen. Bevor potentielle Interessenten zukünftig in das Gelände investieren können, müssen erst noch rechtliche Probleme geklärt werden.

Stand: 15.02.2016