Raststätte Dreilinden mit blauem Turm; Foto: imago/Schöning
Hotel oder Disco oder was? Die ehemalige Raststätte Dreilinden; Foto: imago/Schöning | Bild: imago/Schöning

- Raststätte Dreilinden

Auf dem Weg nach Süden oder Westen ließ man das prägnant bunte Bauwerk rechts liegen. Doch die Raststätte besuchte kaum jemand. Seit über zehn Jahren steht das Gebäude leer.

Einst sollen dort vor dem Forsthaus drei Linden gestanden haben, berichtet Theodor Fontane in seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg".

Die ehemalige Raststätte und der Kontrollcheckpoint "Bravo" für den Transit nach Bayern oder Niedertsachsen liegen im Dornröschenschlaf. Das bunte Restaurant mit Turm ist 1973 gebaut worden unter der Leitung von Reiner G. Rümmler, der auch für die farbige Gestaltung einiger Westberliner U-Bahnhöfe verantwortlich war.

Nach der Nutzung als Raststätte hatte das Zollamt dort seine Büros, seit 2002 steht das Gebäude leer.

Pläne, aber keine Umsetzung
2010 wollte ein Investor dort Billighotels, eine Disko und ein Schnellrestaurant bauen, fand aber keine Partner für sein Projekt. Im Sommer 2012 wurde das Gelände an eine Baumaschinen-Firma aus Karlshorst versteigert. Entstehen sollten dort im Berliner Südwesten ein großer Parkplatz für Bagger, Kräne und Bohranlagen. Doch der Bezirk Steglitz-Zehlendorf verweigerte die Genehmigung.

"Irgendwas mit Autos"
Ein Anruf beim Chef der Karlshorster Baufirma: In den nächsten zwei Monaten soll Bewegung in das Projekt kommen, es wird wohl irgendetwas mit Autos dort entstehen. - seitens des Bezirks sind dort ein Museum, ein Restaurant und Ausstellungen möglich. Einige Medien spekulieren auf eine Oldtimerausstellung.

Stand: 02.02.2016