Im Strandbad Tegel fürht ein Holzsteg mit blauem Geländer in den See (Foto: imago/Götz Schleser)
Foto: imago/Götz Schleser | Bild: imago/Götz Schleser

- Strandbad Tegel

Seit Jahren wird hier nicht mehr investiert. Die Gastronomie ist nicht nutzbar sowie die Sanitärbereiche und Rohre veraltet. Die Berliner Bäder-Betriebe sehen sich aber nicht in der Lage die dringend notwendigen Investitionen zu stemmen.

Idyllische Lage mit weißem Sandstrand

Das Strandbad Tegel liegt am Westufer des Tegeler Sees im Tegeler Forst, gegenüber der Insel Lindwerder und zwischen der halbinsel Reiherwerder im Norden und Tegelort im Süden. 1933 wurde das Sommerbad wurde nach Aufschüttung eines Sandstrandes 1933 eröffnet und wird, bei zwischenzeitlicher Verpachtung, seit 1996 von den Berliner Bäder-Betrieben (BBB) verwaltet.

Der rund 500 Meter lange, weiße Sandstrand verfügt über einen separaten FKK-Abschnitt. Im Wasserbereich gibt es Rutschen, eine Bade-Insel und einen Sprungturm mit 1-Meter- und 3-Meter-Plattformen. Man fühlt sich ein bisschen wie an der Ostsee.

Bis zu 2000 Besucher strömen während der Saison täglich ins Strandbad.  

Petition mit Erfolg

Vielleicht öffnet es oder nicht: Jedes Jahr gibt ein großes Hin und her wegen dem Strandbad Tegel. Dieses Jahr bekommt Tegel noch mal eine Ausnahmegenehmigung (Senatsumweltverwaltung) und öffnet wieder, wie  auch in den letzten Jahren.

Das war auch im letzten Jahr der Fall. Da sollte das Strandbad Tegel sogar geschlossen bleiben. Dagegen starteten CDU-Politiker aber eine Petition zum Erhalt des Badespaßes, die Tausende unterschrieben. Dadurch erteilte der Senat doch noch eine Betriebserlaubnis.

Sanierung zu teurer?

"Eine Sanierung würde mindestens zwei Millionen Euro kosten", sagt Oloew. Dieses Geld wollen die Bäderbetriebe aber nicht in ein Freibad stecken.

Das Unternehmen mit einem Jahresetat von gerade mal sechs Millionen Euro verwendet seine Gelder lieber für Instandsetzungen für seine Hallen- und Freibäder, denn dort findet das Schul- und Vereinsschwimmen statt.

Um die Zukunft wirklich zu sichern, muss ein Pächter her, der investiert. Dafür müssen aber, laut Oloew, die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden. Nun ist also die Politik gefragt.

Stand: 12.04.2016