Verlassene Plattenbauten in Gehrenseestrasse Ecke Rhinstrasse in Berlin-Hellersdorf (Foto: imago/Olaf Wagner)
Bild: imago/Olaf Wagner

- Ehemalige Arbeitersiedlung

Von der Ost-Berliner Verwaltung in den späten 70er-Jahren als Unterkunft für Gastarbeiter aus Vietnam erbaut, steht der Wohnungskomplex seit der Wende leer.

Die Geschichte

In den 80er-Jahren wurde der Gebäudekomplex als Wohnungen für Bauarbeiter genutzt.  Seit der Wende steht er leer und bietet unter anderem Unterschlupf für Obdachlose. Dass dieser Ort aber auch lebensgefährlich sein kann, zeigt folgendes: Drei Menschen starben an einer Abgasvergiftung und ein Obdachloser erfror auf dem Freigelände.

Pläne für de Zukunft

2007 wurde das Gebäude an den Investor Agissilaos Kourkoudialos, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Lakis GmbH aus Neuss und Projektentwickler Cavere, verkauft.  

Geplant sind circa 650 neue Wohnungen, die für Studenten und sozial schwächere Familien geeignet sind. Konkrete Bauarbeiten gab es aber noch nicht und der Start verschiebt sich wegen Bauplanungsverfahren.

Weil das Haus seit zehn Jahren leer steht, müssen die Brandschutzbestimmungen neu verhandelt werden. Der Bezirk fordert einen städtebaulichen Vertrag für den Bau einer Kita, die Finanzierung von Schulplätzen und einen Ausgleich für gerodetes Stadtgrün.

Der letzte geplante Start der Bauarbeiten war Mitte 2015. Bisher ist aber nichts geschehen.