Aussenansicht des SEZ-Berlin im Prenzlauer Berg (Foto: radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter)
Bild: radioBERLIN 88,8 / Miriam Keuter

- Das SEZ im Friedrichshain

Vom Prestigeobjekt der DDR-Staatsführung ist nicht mehr viel übrig: Schwimm-und Spaßbad, Rollschuhbahn, Fitnessstudios, Ballett- und Gymnastiksäle sind Vergangenheit. Jetzt hat ein Gericht über die Zukunft des SEZ entschieden.

1981 wurde der multifunktionale Gebäudekomplex für Sport und Unterhaltung, Prestigeobjekt der DDR-Staatsführung, eingeweiht. In der Vielfältigkeit war es damals weltweit einzigartig. Mit Schwimm-und Spaßbad, Rollschuhbahn, Fitnessstudios, Ballett- und Gymnastiksälen, Bowlingbahn,Tischtennishalle und gastronomische Einrichtungen. Es war für 22.000 Besucher konzipiert.

Teures Erbe

1991 nach der Wende war der Berliner Senat als neuer Eigentümer aus Kostengründen an Weiterführung nicht interessiert. Elf Jahre lang gab es keine Mittel für die Sanierung und 2001 wurde das SEZ vollständig geschlossen. 2003 wurde das Gebäude mit Schwimmbecken und Außenanlage für nur einen Euro an einen Leipziger Investor verkauft.

Der Investor wollte Wohnmobil-Stellplätze auf dem Freigelände einrichten und ein Hostel im ehemaligen Verwaltungstrakt zu bauen. Dafür will der Senat aber keine Genehmigung erteilen.


Modernes Spaßbad statt Wohnungsneubau

Nach langem Hin und Her steht jetzt fest: Der Senat darf das SEZ nicht zurück kaufen, kann hier also keine Wohnungen bauen, denn ein Gericht hat zu Gunsten eines Privatinvestors entschieden.

Der will das trockengelegte ehemalige Spaßbad abreißen und mit einer spanischen Fitnesskette neu aufzubauen.


Stand: 20. November 2018