Buchcover 'Black and Proud' (Foto: promo)
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- Black and Proud - Auf der Suche nach James Brown und der Seele Amerikas

Bewertung:

James McBride begibt sich in Interviews mit ehemaligen Bandmitgliedern, Managern und Familienangehörigen auf seine persönliche Suche nach dem Mann hinter dem Mythos James Brown.

Ein Blick hinter die Kulissen

Der Autor, James McBride, ein berühmter Mann in den USA, hat sich mit dem, was man über James Brown so weiß, nicht zufrieden geben wollen. Er hat gewissermaßen die "Wahre Geschichte" gesucht, er hat mit vielen Leuten gesprochen, die James Brown gekannt haben, er ist selbst Afroamerikaner - aber er ist eine Generation jünger als James Brown und er ist nicht in den Südstaaten aufgewachsen, sondern in New York - also hat er gewissermaßen den Blick von innen und den von außen auf eine wirklich außergewöhnliche Lebensgeschichte.

Gefangen von der ersten Zeile an

James Brown, Jahrgang 1933, geboren in South-Carolina - mit 40 auf dem Höhepunkt der Karriere - dann wurde es still um ihn - man könnte denken, eine Künstlerbiografie wie so viele. Das habe ich auch erst gedacht - als ich anfing, das Vorwort zu lesen. Ich hab was gegen Vorworte, ich bekomme nicht gern vorher erklärt, was ich gleich lesen soll - und hier ist alles ganz anders.

Von der ersten Zeile an war ich gefangen von dieser Geschichte, inclusive Vorwort, das eine ganz eigene Geschichte erzählt und uns sofort mitnimmt in die Welt des schwarzen Amerika, heute und früher, und in die Welt des weißen Establishments, die einen wie James Brown berühmt werden ließ und trotzdem nicht wirklich anerkannte, da konnte er auf der Bühne leisten, was er wollte. Und diese gesellschaftlichen Aspekte, die sind ganz wichtig für die Geschichte einer solchen Ausnahmeerscheinung, wie sie James Brown nunmal war.

Fazit

Es ist ja immer schwierig, eine Lebensgeschichte mitsamt dem sozialen Hintergrund so zu erzählen, dass das am Ende noch lebendig wirkt -  hier funktioniert das erstklassig, das ist sehr, sehr gut erzählt und geschrieben, selbst wenn man sich für das Musikgenie James Brown nicht so interessieren würde, ist das eine hochspannende Sache, sehr lebendig,  - ganz anders als sonstige Musikerbiografien Marke ".

Und dann ging er in das und das Studio und nahm Dieses und Jenes auf". Für mich war das Buch, was die Person James Brown angeht, direkt eine Erleuchtung, die zur Bewunderung geführt hat - und was das soziale Klima in Amerika angeht,  besser als jedes Geschichtsbuch.

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