Buchcover: Die Sünden von Natchez; Abb: Verlag Rütten und Loening
Verlag Rütten und Loening
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Greg Iles - Die Sünden von Natchez

Bewertung:

Der große Abschluss der Natchez-Trilogie: Bürgermeister Cage sieht sein Leben in Trümmern. Die Frau, die er liebte, ist tot – ermordet vom Doppeladler, einer Organisation von rassistischen Weißen, die seit den sechziger Jahren in Natchez ihr Unwesen treibt. Sein Vater steht vor Gericht, weil er Viola, eine Schwarze, mit der er eine Affäre hatte, getötet haben soll. Snake Forrest, das Oberhaupt der Doppeladler, tut alles, um Penn Cage und seinen Vater einzuschüchtern. Penn weiß, dass in seiner Stadt erst Frieden einziehen wird, wenn auch Snake aus dem Weg geräumt worden ist.

Das sind 871 Seiten, der dritte Band der sogenannten Natchez-Trilogie, die andern beiden waren auch nicht dünner. Autor Greg Iles versteht was davon, wie man Spannung hält über drei Bände: Wir hatten bis jetzt "Natchez Burning" und "Die Toten von Natchez", jetzt also gefolgt von "Die Sünden von Natchez", da kommt's bei allen Handlungssträngen zum Äußersten - der große Showdown.

Im Süden rechts außen
Natchez ist eine kleine Stadt in Mississippi, soviel wissen wir, der Süden der USA, da, wo der Ku Klux Klan immer aktiv war. Das spielt  hier von Anfang an auch eine große Rolle.
Die weißen Oberhäupter von Natchez hatten allerdings ihren eigenen Club gegründet, die "Doppeladler", alte Männer mit bösen Absichten, die sie auch in die Tat umsetzen, Mord aus rassistischen Gründen, das ist an der Tagesordnung - und wenn sie sich mal mit was anderem befassen, dann mit Geschäften und der Bestechung der örtlichen Polizei und der Gerichtsbarkeit dort.

Ein fast aussichtloser Kampf
Natürlich gibt es auch die Guten, einer davon: Bürgermeister Penn Cage. Er versucht sein Bestes, dieses Nest irgendwie anständig und sauberzukriegen, aber schon im ersten Band hat er ein schreckliches Problem. Sein Vater, ein Arzt, wird des Mordes angeklagt, er soll eine schwarze Krankenschwester umgebracht haben, die vor Urzeiten auch mal seine Geliebte war, mit Folgen - der weiße Bürgermeister hat einen schwarzen Halbbruder.

Und der Kampf von Penn Cage ging bis  zum Ende des zweiten Bandes katastrophal daneben, bis hin zum Tod seiner Verlobten, die war eine sehr neugierige Journalistin, das empfiehlt sich nicht in so einem Rassistenkaff. Penn Cage lässt sich nicht unterkriegen, er rollt alle alten Geschichten auf, er holt den Teufel aus der Hölle und legt alle "Sünden von Natchez" offen.

Man muss die anderen Bände nicht unbedingt kennen, es ist auch so superspannend, sehr atmosphärisch - schöner dicker Wälzer.

Beitrag von Monika Burghard

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