Whitney Houston (Quelle: imago/Sven Simon)
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- Whitney Houston – So Emotional

Wie Whitney Houston etwas schafft, was vorher nur den Beatles und den Bee Gees gelang.

Nur das Beste vom Besten
Für Clive Davis' Goldkehlchen Whitney Houston ist das Beste gerade gut genug. Das gilt vor allem auch für die Songwriter. Sorgfältig wählt Davis die Titel aus und Whitneys fünf Nummer-1-Hits in Folge geben ihm Recht.

Ihr zweites Album ist fast fertig, es fehlt nur noch eine tanzbare Uptempo-Nummer. Davis studiert die erfolgreichen Hits der derzeit angesagten Pop-Ladies, Cyndi Lauper und Madonna. "True Colors" und "Like a Virgin" waren Nummer-1-Hits und stammen vom selben Songwriter Gespann, Billy Steinberg und Tom Kelly.

Clive Davis bittet die beiden um nichts Geringeres als den 6. Nr-1-Hit für Whitney. Normalerweise ist es ja ein Grund zum Feiern, einen Song für einen Weltstar zu komponieren. Aber bisher gehörte es zu den Grundsätzen der Songwriter, keine Auftragsarbeiten für bestimmte Künstler anzunehmen, um sich die künstlerische Freiheit beim Komponieren zu erhalten. Aber Clive Davis gibt man keinen Korb, es wäre ihr Todesurteil in der Branche.

Der "Weichspüler" muss ran
Beide sind große Prince-Fans und so komponieren sie "So Emotional" in seinem Stil. Der Song ist ein bisschen dreckig, frivol und ziemlich funky, denn insgeheim finden Billy und Tom Whitneys Lieder viel zu brav.

Clive Davis nickt den Song trotzdem ab und schickt ihn dem Produzenten Narada Michael Walden. Der spült die kantige Komposition mit Studiomusikern weich und produziert eine kraftvolle Nummer ganz im Stil der vorherigen Hits.

Die Fans lieben "So emotional" und befördern Whitney zum 6ten Mal in Folge auf Platz 1 der Charts. Nur Billy Steinberg und Tom Kelly trauern um ihre Demoversion mit dem gewissen Prince-Touch. Trotz des Erfolges bittet sie Clive Davis übrigens nie wieder um einen Song.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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