The Who (Quelle: imago/United Archives International)
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- The Who – Substitute

Warum Keith Moon nicht nur am Schlagzeug mächtig viel Wirbel macht.

Ihr Ruf eilt Ihnen voraus
Als Keith Moon im April 1964 die Bühne von The Who stürmt und sich ungefragt hinter das Schlagzeug klemmt, haben Pete Townshend, Roger Daltrey & Co. ihren Meister gefunden. Gleich beim ersten Gig zerlegt er das Instrument.

Sie engagieren ihn trotzdem, denn mit seinem explosiven Stil gibt er dem rebellischen Sound der Band erst den richtigen Kick. Keith ist mit seinen 18 Jahren der jüngste in der Truppe, aber durchgeknallter als alle zusammen.

"Moon the Loon" nennen sie ihn. Regelmäßig entzündet er Silvester-Böller auf der Bühne, das Verschrotten seines Schlagzeugs wird zur kostspieligen Angewohnheit und auch Pete Townshend überkommt regelmäßig die Zerstörungswut, die er an seinen Gitarren auslässt.

Ihr Ruf als Radau-Rocker ist legendär, als The Who am 17. September 1967 zum ersten Mal im amerikanischen Fernsehen auftreten.

Nicht der beste, sondern der einzige!
Noch ist der Moderator ahnungslos, aber was dann passiert, kostet ihn fast den Job: Keith Moon trommelt bei "My Generation" buchstäblich auf einem Pulverfass, denn er hat die zehnfache Menge Schwarzpulver in seine Bass-Drum gestopft. Während Townshend seine Gitarre in den Verstärker rammt und Moon seine Trommeln umstößt, erschüttert eine gewaltige Detonation das Studio.

Es blitzt und zischt, das Schlagzeug fliegt aus der Verankerung, Keith wird von einem herumfliegenden Becken der Arm aufgeschnitten und liegt blutend am Boden und Pete Townsend ist auf einem Ohr taub.

Landesweit fällt der Sender für einige Minuten aus. Danach sind sie auch in Amerika berühmt und ein Kritiker schreibt: "Moon klingt nach mehr als dem besten Drummer der Rockgeschichte, er klingt wie der einzige."

Jahre später zerstört sich Keith Moon selbst, als er am 07. September 1978 mit 32 Jahren an einer Medikamenten-Überdosis stirbt. Auf seinem Grabstein steht: "Keith Moon. Who-Drummer. There is no Substitute". Es gibt keinen Ersatz!

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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