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- The Supremes – Baby Love

Wie aus den Supremes Superstars werden und was der amerikanische Showmaster Ed Sullivan damit zu tun hat.

Die "No-Hit-Supremes"
Die Girlgroups bei Motown machen ihre Sache gut. Mit "Please Mr. Postman" haben die Marvelettes einen Mega-Hit und Martha and the Vandellas sind mit "Heatwave" erfolgreich.

Bei allen Songs haben die Motown-Produzenten Holland-Dozier-Holland die Finger im Spiel. Nur mit den Supremes hat man kein Glück. Nach unzähligen Flopps nennt man sie bei Motown nur noch "No-Hit-Supremes".

Also beauftragt Plattenboss Berry Gordy sein Erfolgs-Team, sich vorrangig mit diesen 3 Ladys zu beschäftigen. Da die Marvelettes "Where Did Our Love Go" abgelehnt haben, produzieren Holland-Dozier-Holland ihren Song mit den Supremes. Was Diana Ross allerdings überhaupt nicht passt, denn einen bereits abgelehnten Song mag sie nicht singen.

Zum Glück wird sie überstimmt und so können die Supremes im Sommer 1964 ihren ersten Nummer-1-Hit feiern.

Gegen die Regeln
Damit es dabei nicht bleibt, schreibt das Komponisten-Trio "Baby Love" nach dem gleichen Strickmuster. Wieder geht es um eine gescheitere Liebe, erneut ist es tanzbarer Song, der in England sogar ihre erste Nummer 1 wird.

Nachdem sie weitere Nummer-1-Hits in Folge abgeliefert haben, avancieren die Supremes zu Superstars bei Motown. Bisher durften schwarze Künstler im Fernsehen allenfalls Dienstmädchen oder Hausmeister spielen, aber das ändert sich, als die drei glamourösen Sängerinnen in der populären Ed Sullivan Show auftreten.

Ed Sullivan bekommt eine Menge Ärger mit Sponsoren, die ausschließlich weiße Künstler sehen wollen. Aber er setzt sich durch und lädt die Supremes insgesamt 16 x in seine Show ein.

Whoopi Goldberg und Oprah Winfrey, mittlerweile selbst Superstars, erzählen der Supremes-Sängerin Mary Wilson später, dass ihr Auftritt bei Ed Sullivan ihnen Mut gemacht hätte, ihren Weg zu gehen, obwohl Farbige als Bürger zweiter Klasse galten.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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