Stevie Nicks (Quelle: imago/teutopress)
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- Stevie Nicks – Stand Back

Wie Prince ein Auge wirft auf die schöne Stevie Nicks – für Nicks und wieder Nicks.

Selbstlose Hochzeit
Stevie Nicks und ihr frisch angetrauter Gatte Kim Anderson haben eine harte Zeit hinter sich, denn Kims Frau Robin, die gleichzeitig Stevies beste Freundin war, ist an Leukämie gestorben. Kim und Stevie haben weniger aus Liebe geheiratet, sondern um Robins Sohn Matthew gemeinsam großziehen zu können.

Nach der Trauung am 29. Januar 1983 sind sie auf dem Weg nach Santa Barbara, wo sie die Hochzeitssuite in einem Luxushotel gebucht haben. Im Autoradio läuft gerade die neue Single von Prince, in dem er einen One Night Stand beschreibt; Stevie singt lauthals mit.

Inspiriert vom Drive des Songs hat sie plötzlich eine Idee für ein Lied und um sie festzuhalten, kauft sie im nächsten Ort einen Kassettenrekorder. Mit dem verbringt sie auch die Hochzeitsnacht, denn sie singt solange in den Rekorder, bis "Stand Back" Formen annimmt.

Damit sind die Flitterwochen beendet, bevor sie begonnen haben. Im Tonstudio ist Stevie unzufrieden mit der Aufnahme, denn niemand bekommt den Synthesizer-Sound so hin wie Prince.

Wilde Sessions
Spontan ruft sie ihn an, singt ihm ihr Lied vor und erklärt, dass sein Song "Little Red Corvette" als Inspiration diente. Nach einer Stunde rauscht Prince ins Studio, hört sich das Lied noch einmal an und verschwindet hinter den Synthesizern.

Es folgt eine wilde Session, in der Prince eine halbe Stunde lang alles aus den Gerätschaften herausholt. Dann steht er auf, gibt Stevie artig die Hand und verschwindet. Stevie ruft ihm noch hinterher, dass sie die Tantiemen mit ihm teilen will, aber Prince verfolgt einen anderen Plan.

"Stand back" inspirierte nämlich ihn wiederum zu der Melodie von "Purple Rain". Außerdem hat er nach ihrer Zusammenarbeit ein Auge auf die schöne Stevie geworfen. Unter dem Vorwand, mit ihr ein Duett aufnehmen zu wollen, bittet er sie um einen Text. Aber Stevie Nicks durchschaut seine Absichten und gibt "His Purple Majesty", wie sie ihn heimlich nennt, einen Korb.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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