Peter Cetera (Quelle: imago/teutopress)
imago/teutopress
Bild: imago/teutopress Download (mp3, 2 MB)

- Peter Cetera – Glory of Love

Wie für Peter Cetera aus einer vermeintlichen Niederlage ein Triumph wird.

Zähe Verhandlungen
Die ewige Nörgelei seiner Bandkumpels bei Chicago geht Peter Cetera Anfang der Achtziger mächtig auf den Keks. Er versteht die anderen nicht, die ihm vorwerfen, seine Songs seien zu kommerziell. Denn seine Titel werden Hits, die der Band laufen nicht mal im Radio.

Eigentlich möchte er aussteigen und seine Songs lieber alleine singen, zumal Chicagos große Zeit vorbei zu sein scheint und die Plattenfirma den Vertrag nicht verlängert. Die Verhandlungen mit dem neuen Label sind zäh, denn Peter will auch einen Solo-Vertrag für sich rausschlagen. Das passt nicht in die Pläne der Firma, die eine Menge Vorschuss in Chicago investiert.

Aber Peter bleibt hart, zähneknirschend gibt man nach. Um die Wartezeit auf "Chicago 16" zu überbrücken, veröffentlich man sein Solo-Album, rührt aber keinen Finger, um das Werk bekannt zu machen. Und so gehen nur 17 Exemplare über die Ladentische, während die von ihm komponierte Chicago-Single "Hard To Say I'm Sorry" die Billboard Hot 100 anführt.

Niederlage und Triumpf
Cetera legt seine Solo-Pläne erst einmal auf Eis, tourt mit Chicago, aber die Probleme mit den Bandkollegen halten an. Insgeheim werkelt er aber schon an Songs für einen zweiten Versuch. Er lernt die Brüder Greenberg kennen, die nach dem Titelsong für den Film "Karate Kid II" suchen.

Peter spielt ihnen eine Ballade vor, für die ihm jedoch noch kein Text eingefallen ist. Er hat eine Schreibblockade, auch weil die Spannungen bei Chicago mittlerweile unerträglich sind. Nach einem Streit eskaliert die Situation, am Ende feuert die Band ihren Leadsänger und Hit-Lieferanten.

Der kann es nicht glauben, obwohl er sich die Kündigung ja eigentlich gewünscht hat. Beleidigt sitzt er nun zuhause und versucht, den Film-Song fertig zu bekommen. Er singt einen Phantasietext, aus dem seine Frau "Glory of Love" heraus hört. Eine Oscar-Nominierung mildert Peter Ceteras Trennungsschmerz von Chicago, zumal er sie mit diesem Nummer-1-Hit in den Charts übertrumpft.  

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

Das könnte Sie auch interessieren

Status Quo (Quelle: imago/Scherf)
imago/Scherf

Status Quo – Caroline

Wie Status Quo aus dem langsamen Blues 'Caroline' einen flotten Rocksong machen…und was ihr Roadie damit zu tun hat.