Grease (Quelle: imago/United Archives)
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- Olivia Newton-John/John Travolta - You're the One That I Want

Wie sich das brave Country-Girl Olivia Newton-John in eine sexy Popprinzessin verwandelt.

Der Erfolg reißt nicht ab
Nach 7 Jahren und über 3.000 Vorstellungen hat das Publikum immer noch nicht genug von dem Musical "Grease", weshalb der australische Manager der Bee Gees, Robert Stigwood, 1972 parallel zu "Saturday Night Fever" auch "Grease" verfilmen will.

Mit John Travolta hat er bereits seinen "Bad Boy" Danny und auf einer Party wird Olivia Newton-John als das "Good Girl" Sandy entdeckt. Stigwood engagiert sie blind, aber Olivia besteht auf Probeaufnahmen, weil sie nicht sicher ist, ob man ihr mit ihren 29 Jahren ein College-Girl abnehmen würde.

Gut, dass sie darauf bestanden hat, denn Olivia hat fast ihr ganzes Leben in Australien verbracht, und sie bekommt den amerikanischen Akzent einfach nicht hin. Kurzerhand wird das Drehbuch geändert, Sandy kommt dann eben von "down under". Man beauftragt Olivias Leib- und Magenkomponisten, extra für den Film ein Duett zu komponieren, damit sie sich sicherer fühlt.

Umsonst Sorgen gemacht

Und so tigert Oliva am 8. Mai 1977 durch ihre Hotelsuite in New York. Sie ist schon nervös genug wegen ihres Konzertes am Abend in der berühmten Metropolitan-Opera, wo sich sonst die größten Opernstars das Mikro in die Hand geben. Nebenbei liest sie im Drehbuch immer wieder die Szenen der Verwandlung vom braven College-Girl zum heißen Feger in Lederjacke durch. Sie fühlt sich immer noch zu alt.

Werden die Fans ihre Verwandlung akzeptieren? Sie fragt John Travolta um Rat, der auch gerade in New York ist. John kann Olivia beruhigen und als "Grease" in die Kinos kommt und die Kritiker bereits die Messer wetzen, zeigt sich: er hatte recht!

Das Publikum liebt den Film. Ein Grund mehr für Olivia Newton-John, ihr Image vom braven Country-Girl umzukrempeln und sich in eine sexy Popprinzessin ganz in Leder zu verwandeln.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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