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- Namika – Je ne parle pas français

Warum die deutsche Singer/Songwriterin Namika bereut, nicht richtig Französisch gelernt zu haben.

Marokkanische Wurzeln
Der Großvater von Hanan Hamdi alias Namika kam vor mehr als 40 Jahren als Gastarbeiter von Nador in Marokko nach Frankfurt, wo seine Enkelin Namika vor 27 Jahren geboren wurde. Jedes Jahr in den Sommerferien fahren die Hamdis nach Marokko, um ihre Verwandten zu besuchen.

Namika liebt das Land ihrer Vorfahren; sie genießt die Sonne, das Essen und das Meer. Obwohl sie sich durch und durch als Deutsche fühlt, mag sie die Lässigkeit der Marokkaner. Auch ihre Großeltern haben sie sich bewahrt. "Ihr habt die Uhr, wir die Zeit" hört sie die beiden oft sagen, wenn mal wieder alles nicht schnell genug geht in Deutschland.

Sie ist 16 Jahre alt und so hübsch, dass sie ständig von marokkanischen Jungs angequatscht wird, was sie aber meistens ignoriert. Aber irgendwann ist das anders. Bei einem Strandspaziergang kommt ein süßer Junge auf sie zu und spricht sie auf Französisch an.

Der Nummer-1-Hit aus dem Tagebuch

In Marokko ist Französisch die erste Fremdsprache, aber von Namikas Schulfranzösisch ist nicht viel hängen geblieben. Trotzdem lässt sie ihn weiterreden, denn seine Worte klingen so charmant und wunderschön. Sie lächelt ihn an, obwohl sie keine Ahnung hat, was er ihr gerade erzählt.

Irgendwann stellt er ihr eine Frage, nun muss Namika Farbe bekennen: Je ne parle pas francais, aber bitte red weiter. Nach einer halben Stunde ist ihnen klar, dass eine Kommunikation unmöglich ist und sie gehen schweren Herzens auseinander.

Namika vertraut die magische Begegnung am Strand von Nador ihrem Tagebuch an. Jahre später blättert sie es auf der Suche nach Ideen für ihr zweites Album durch.
Plötzlich ist alles wieder lebendig, der Strand und der Typ mit den schönen französischen Worten, die sie nicht verstanden hat.

Für ihren Song "Je ne parle pas francais" verlegt sie die Handlung kurzerhand in die Stadt der Liebe, nach Paris, und landet den zweiten Nummer-1-Hit.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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