Michael Patrick Kelly (Quelle: Pressefoto/Andreas Nowak)
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- Michael Patrick Kelly – iD

Wie aus dem Mädchenschwarm Paddy Kelly der nachdenkliche Musiker Michael Patrick Kelly wird.

Genug ist genug
Schon lange hat Michael Patrick Kelly genug von "Paddy", dem Mädchenschwarm, den die Bravo unzählige Male aufs Titelbild hievt.

Eine normale Kindheit hat er nicht, seit seiner Geburt in einem Campingwagen zieht die Großfamilie als Straßenmusikanten um die Welt. Die Kellys leben beengt und ärmlich in einem ausrangierten Londoner Doppeldeckerbus.

Bis der hochbegabte Michael, von allen nur Paddy genannt, mit 15 Jahren "An Angel" komponiert. Das Lied entfacht einen Hype ähnlich der Beatlemania. Die Kellys bespielen die größten Stadien, verdienen richtig Geld und kaufen sich ein Schloss.

Ohne Bodyguards kann Paddy das Haus nicht verlassen. Mit 18 komponiert er "Fell in love with an alien" und ist todunglücklich. Nach einem Konzert vor Papst Johannes Paul II. beginnt Paddy mit dem Studium der Bibel.

Neue "Soul Brothers"
Er sucht den wahren Sinn des Lebens, denn all das Geld und der Ruhm sind es nicht. Paddy schneidet die hüftlange Matte ab und geht als Mönch in ein Kloster, wo er Philosophie studiert. Aber ein Leben ohne Musik macht ihn auf Dauer auch nicht glücklich. Nach 6 Jahren verlässt er die Ordensgemeinschaft und verarbeitet seine Erfahrungen in neuen Liedern.

2017 trifft er in der Sendung "Sing meinen Song" auf den Reggae Musiker Gentleman. Und obwohl sie verschiedener nicht sein könnten, sind sie sich sofort vertraut.

Gentleman hat Tränen in den Augen, als Michael Patrick Kelly seinen Song "Memories" singt. Es ist ein Lied über einen verstorbenen Freund, und Michael kann Gentlemans Schmerz nachfühlen. Er selbst hat schon sehr früh seine Mutter verloren und später auch den Vater.

Nach der Show bleiben die unterschiedlichen "Soul Brothers" in Verbindung und Gentleman lässt es sich nicht nehmen, Michael bei seinem Song "iD" zu helfen, in dem es darum geht, dass jeder Mensch auf der Welt einzigartig ist.  

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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