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- Hanson – MMMBop

Wie aus 3 Brüdern im amerikanischen Nirgendwo internationale Stars werden.

Kleine Multiinstrumentalisten
Normalerweise sind Kindern Klavierstunden eher lästig, aber die drei Hanson-Brüder sind mit Feuereifer bei der Sache. Als sie das Piano beherrschen, lernen sie noch Gitarre, Mundharmonika, Schlagzeug und Bass und bekommen Gesangsstunden.

Mit 6, 9 und 11 Jahren sind die 3 Jungs bereits Multiinstrumentalisten und treten als Hansons bei Festen rund um Tulsa/Oklahoma auf, wo sie auch ihre selbst produzierten Alben verkaufen.

In der Garage des Vaters nehmen sie 1995 eine Melodie auf, die dem Westminster-Glockenspiel in der Uhr ihres Opas nachempfunden ist. Sie schreiben einen Text über die wichtigen Dinge des Lebens und nehmen ihn abends nach dem Zähneputzen im Badezimmer auf.

Oh nein... der Stimmbruch ist da!
Das Demo von "MMMBop" macht die Runde bei den Plattenfirmen. Alle lehnen ab, nur Steve Greenberg von Mercury zögert. Noch nie hat er einen ähnlichen Titel gehört und neugierig  fährt er nach Wisconsin. Dort, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen, also "In The Middle of Nowhere", haben die Hansons einen Gig auf einer Messe. Nach der Messe haben sie einen Plattenvertrag in der Tasche.

Sie nehmen "MMMBop" erneut auf, diesmal in einem professionellen Tonstudio. Alles stimmt, nur Taylors Stimme kippt beim Refrain immer wieder weg – er ist im Stimmbruch. Nach unzähligen Aufnahmen klingt sein Gesang immer noch schrecklich. Greenberg lässt ihn tiefer singen, pitcht die Stimme dann künstlich in die Höhe.

In Anlehnung an den Ort der Entdeckung nennt er das dazugehörige Album "In The Middle of Nowhere". Die Jungs sind gerade mal 11, 13 und 16 Jahre alt, als "MMMBop" in 27 Ländern die Charts anführt.  

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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