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- D:Ream - Things Can Only Get Better

Wie ein Song zum Wahlsieg der britischen Labour Party beiträgt

Geplatzter Deal
In Derry/Nordirland packt der Sänger Peter Cunnah überglücklich seine Sachen, um mit seiner Band nach London zu ziehen. Dort haben U2 eine Plattenfirma gegründet, um irische Künstler zu fördern, und am Abend beim Dinner soll der Vertrag unterzeichnet werden.

Aber dann trinkt ihr Manager ein paar Guinness zu viel, stellt überzogene Forderungen und der Deal platzt - wie kurz darauf das ganze Band-Projekt. Peter sucht sich einen Büro-Job und zieht abends durch die Clubs. Tagsüber hat er immer seinen Walkman dabei, um die öden Bürostunden zu überstehen. Denn er hängt noch seinem Traum vom Leben als Popstar hinterher.

Peter heult sich bei den Kolleginnen aus. "Es kann nur besser werden", trösten sie ihn. "Das ist es" denkt Peter: "Things Can Only Get Better" und er singt diesen Refrain in seinen Walkman. Aber ohne Band und Plattenvertrag landet der Song in seiner Schublade.

 

Wahlkampf-Hymne
Bis Peter zwei Jahre später den DJ Alan Mackenzie trifft, mit ihm die Band D:Ream gründet und das alte Lied endlich aufnimmt. In Form eines Demo-Bandes legt Alan den Song in der Disco auf, es folgt eine Single und die stößt rasant auf Platz 24 der Charts. Als D:Ream ein Jahr später als Vorband von Take That durch die Lande ziehen, landet ein Remix von "Things Can Only Get Better" auf Platz 1.

4 Jahre später, 1997, sind Wahlen in Großbritannien und die Labour-Party unter Tony Blair fragt bei Peter an, ob man "Things Can Only Get Better" zu ihrer Wahlkampf-Hymne machen dürfe. Tony Blair persönlich kommt mit seiner Gitarre vorbei und lässt sich zeigen, wie man den Song spielt.

Parallel dazu singt Peter sein Lied auf politischen Kundgebungen und siehe da: nach 18 Jahren in der Opposition gewinnt die Labour Party die Wahlen. Und damit nicht genug: als Bonbon für den Komponisten hält Peters Song nun zum dritten Mal wieder Einzug in die Charts.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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