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- Coldplay/Rihanna – Princess of China

Wie Chris Martin unfreiwillig zu einer Art Hugh Grant wird, um Rihanna für ein Duett zu gewinnen.

Langsam wird es langweilig
Manchmal hat Chris Martin von sich selbst genug. Viele Coldplay-Hits tragen seine Handschrift, sie sind oft sehr persönlich und auf die Dauer langweilt es ihn, immer nur über sich zu schreiben. Zu gerne würde er mal in einem Song die Perspektive einer Frau einnehmen. Und weil er ein großer Fan von Rihanna ist, deren warme Stimme über mehrere Oktaven tanzen kann, komponiert er einen Song, den er mit ihr gemeinsam singen möchte.

"Princess of China" soll der Song heißen, doch als er das Lied seinem Bandkollegen Will Champion vorspielt, will der den weiblichen Part unbedingt selbst singen. Will hat nämlich eine noch höhere Stimme als Chris.

Doch der lehnt ab, denn er möchte ein Konzeptalbum über eine große Liebe aufnehmen, die Geschichte von Mylo und Xyloto (Ssailotou) die allen Widerständen zum Trotz um ihre Liebe kämpfen. Und ein Duett zwischen Chris und Will passt da nun mal gar nicht rein.

Zögerliche Kontaktaufnahme
Nun gilt es nur noch, an Rihanna heranzukommen und Chris Martin hat keine Ahnung, wie er sie treffen soll, ohne dass die Klatschpresse darüber herfällt und seine Frau Gwyneth eifersüchtig wird.

Der Zufall spielt ihm in die Hände, als Coldplay ein Konzert in Las Vegas geben und Rihanna im Publikum ist. Auf der 'After Show Party' schleicht Chris Martin schüchtern um Rihanna herum, bis er sich ein Herz fasst und ihr stotternd von dem Lied berichtet. Später sagt er über sich selbst in einem Interview, er sei sehr "Hugh-Grant-mäßig" rübergekommen, Rihanna hätte ihm also gar nicht widerstehen können und spontan ja gesagt.

Will Champion, der den Song eigentlich singen wollte, grummelt zwar ein bisschen hinter seinem Schlagzeug, aber als Rihanna ihre Part aufnimmt, sieht er ein, dass man mit dieser Stimme einfach nicht konkurrieren kann.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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