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- Chris de Burgh – Lady in Red

Warum Chris de Burgh bei seinem Song „Lady in red“ immer an Lady Diana denkt

Viele Frauen in rot
Chris de Burgh weiß noch genau, was seine Frau bei ihrem ersten Date trug. Diane Morley hatte ein rotes Kleid an und Chris verliebte sich auf der Stelle in sie. Anfang der 1980er Jahre lernt Chris de Burgh Prinzessin Diana kennen, die sich als großer Fan outet. Wie seine Diane ist Diana blond und auch sie hat eine Vorliebe für rote Roben.

"Lady in Red" hatte Chris für seine Frau komponiert, aber auch Diana schmilzt beim Hören dahin; es wird ihr Lieblingslied. Beim nächsten Treffen bedankt sie sich augenzwinkernd für den Song, woraufhin Chris gesteht, dass er es eigentlich für seine Frau geschrieben hat.

Und noch jemand aus dem Königshaus fühlt sich angesprochen. Es ist die rothaarige Sarah Ferguson, die rund einen Monat nach der Veröffentlichung Prinz Andrew heiratet und das Lied ebenfalls auf sich bezieht. Chris begegnet den beiden Frauen noch oft.


Ein neuer Stern am Himmel
Jahre später ist er auf dem Weg nach Moskau zu einem Konzert. In Tschechien erreicht ihn ein Anruf seiner Frau. Schluchzend erzählt sie ihm von Lady Dianas tödlichem Unfall. Chris ist so geschockt, dass er das Konzert eigentlich absagen will. Er ruft Dianas Schwägerin Sarah an und gemeinsam weinen sie um die "Prinzessin der Herzen".

Als er aufgelegt hat, setzt er sich ans Klavier und wie von selbst manifestiert sich seine Trauer in der Songzeile "There's a new star up in heaven tonight". Wieder ruft er Sarah an, die gerade auf dem Weg zu der privaten Trauerfeier ist. Zum Trost singt er ihr die gefühlvolle Strophe ins Ohr. Sie ist so gerührt, dass sie die Zeilen in das Kondolenzbuch über ihren Namen schreibt.

Chris hat nicht vor, sein privates Abschiedslied zu veröffentlichen, auch will er Elton John nicht in die Quere kommen, der sein "Candle in the Wind" auf Dianas Beerdigung singen wird. Am nächsten Tag bittet ihn Sarah, wenigstens eine Kopie an die beiden jungen Prinzen zu schicken. Wann immer Chris de Burgh seitdem seine "Lady in Red" besingt, denkt er dabei auch immer an Lady Diana.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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