Chaka Khan (Quelle: imago/ZUMA Press)
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- Chaka Khan – I'm Every Woman

Wie aus Yvette-Maire Stevens Chaka Khan wird und was Cissy Houston ihrer Tochter Whitney prophezeit.

Das Talent wird gefördert
Yvette Marie Stevens ist das musikalische Kind von Hippie-Eltern mit afrikanischen Wurzeln. Sie fördern das Talent ihrer Tochter nach Kräften, obwohl sie nicht viel Geld haben.

Mit 11 Jahren singt Yvette bereits in einer Girl-Group, den Crystelettes. Es ist die Zeit der Rassenunruhen und Yvette begleitet ihre Eltern zu einer Party der Black Panther. Dort gibt ihr ein afrikanischer Priester den Namen Chaka Adunne Aduffe Yemoja Hodarhi Karifi.

Damit kann man natürlich keine Musikkarriere machen und Yvette nennt sich fortan Chaka Khan. Mit der Funkband Rufus landet sie einige Hits und überflügelt die Jungs mit ihrem Charisma und dieser Wahnsinnstimme.

Sie kann "every woman" sein
1978 schneidert ihr das Songwriter-Ehepaar Ashford & Simpson mit "I'm Every Woman" einen potentiellen Hit auf den Leib. Stimmliche Unterstützung erhält Chaka im Tonstudio von Cissy Houston, die im Background Chor singt und ihre kleine Tochter Whitney im Schlepptau hat. Whitney ist ein großer Fan von Chaka Khan, hat eine tolle Stimme und möchte so gerne mitsingen.

Mit ihren 14 Jahren aber ist sie noch zu jung. Um ihre Enttäuschung etwas zu mildern, nimmt ihre Mama sie in die Arme und flüstert ihr ins Ohr: "Eines Tages wirst du dieses Lied singen". Diese Prophezeiung tritt 1993 ein, als Whitney Houston den Song für den Soundtrack "The Bodyguard" covert.

Den Boden dafür aber bereitet Chaka Khan 15 Jahre vorher. Obwohl Videos noch nicht zum Musikbusiness-Alltag gehören, filmt man Chaka in verschiedenen Kostümen und macht damit deutlich: sie kann tatsächlich "every woman" sein!

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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