Bobby Darin (Quelle: imago/ZUMA Press)
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- Bobby Darin – Splish Splash

Wie wunde Füße eine Plattenfirma vor dem Ruin retten.


Ein großes Show-Spektakel
Murray Kaufman ist der geborene Radiomann, der beim New Yorker Sender "1010 WINS" (ten-ten wins) als "Murray the K" eine riesige Fangemeinde hat. Er stammt aus einer Künstlerfamilie. Die Mama komponiert Lieder und spielt Klavier im Theater, die Tante ist eine bekannte Schauspielerin.

Murrays Shows sind ein großes Spektakel mit selbst komponierten Jingles, Soundeffekten und seinem "Schnellsprech", der stilbildend für eine neue Generation von Radio-DJs werden soll.

Die Musiker stehen Schlange, um in seine Sendung zu kommen, aber Murray bestimmt selbst, wen er zum Star macht und wen nicht. Einer seiner Protegés ist der 22-jährige Bobby Darin, dessen Songs aber trotz Murrays Unterstützung nicht erfolgreich sind.

Retter in der Not

Sie werden beste Freunde, die an einem Wochenende im Frühling 1958 bei einem Benefiz-Softball-Spiel mit vielen Prominenten im Central Park mitmachen. Mit letzter Kraft und wunden Füßen schleichen sie anschließend in Murrays Apartment im Süden des Parks, wo sie sich erstmal ein Fußbad gönnen.

Wie jeden Tag ruft Murrays Mama an, um sich nach ihrem einzigen Sohn zu erkundigen. Der berichtet von ihrem Einsatz und von den kaputten Füßen. Kaum hat er aufgelegt und die Füße zurück ins Wasser gesteckt, ruft die Mama wieder an – und kommt mit einer Song-Idee: "Splish, Splash, take a bath" singt sie in den Hörer.

Schnell trocknen Murray und Bobby ihre Füße und schreiben einen Song, den sie Bobbys Plattenfirma anbieten. Die steckt gerade in finanziellen Nöten, ihr Chef kann weder sich ein Gehalt noch seine Künstler bezahlen.

Aber Bobby Darin und "Murray the K" erweisen sich als Retter. "Splish, Splash", was sie in einer halben Stunde geschrieben haben, entwickelt sich zum Millionenseller.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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