Billy Idol (Quelle: imago/ZUMA Press)
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- Billy Idol – Dancing With Myself

Wie ausgerechnet ein altes Lied von Billy Idol nach einigen Fehlschlägen für seinen Durchbruch sorgt.

Verwechslungsgefahr!
Nachdem Generation X alle Clubs in England abgegrast haben und man sie woanders nicht buchen will, macht die Punkband 1979 eine Tournee durch Japan. Nach ihrem Abschlusskonzert in Tokyo gehen sie alle feiern in die Disco – und wundern sich: Die Kids tanzen Pogo, jeder für sich alleine und sie beobachten sich dabei selbst im Spiegel.

Billy Idol findet das so ulkig, dass er noch im Flieger auf dem Heimweg einen Song darüber schreibt. Dass man "Dancing With Myself" auch als Aufforderung zur Masturbation verstehen kann, kommt den Punkern gerade recht.

Aber auch dieser provokante Titel verkauft sich schlecht, so dass Billy Idol frustriert die Koffer packt und nach Amerika geht - auf Anraten seines Produzenten Keith Forsey. Er ist der Meinung, dass sich Billy als Solist besser vermarkten lässt.

Gibt es noch Hoffnung?
Dass man in den USA auch nicht gerade auf einen platinblonden britischen Rocker gewartet hat, zeigt sich schnell: die erste Single, eine Coverversion von "Mony Mony", verfehlt die Charts knapp und die Nachfolgetitel landen nur im Mittelfeld. Langsam bekommt Billy Panik, dass er seine Musikkarriere knicken kann.

Um sich von seinen Existenzängsten abzulenken, besucht er eines Abends den Nachtclub "Hurrah" in New York. Die Tanzfläche ist noch leer, Billy schlendert in die angrenzende Bar. Betrübt nimmt er ein paar Drinks, als alle plötzlich auf die Tanzfläche stürmen. Neugierig geworden, welcher Song sie angelockt hat, geht er hinüber - und glaubt es kaum: sie tanzen alle nach seinem Lied!

Der DJ hat den Generation X-Song einfach mit Beats von den Simple Minds und Depeche Mode gemixt, plötzlich klingt "Dancing With Myself" richtig heiß und der zweideutige Text tut sein Übriges, dass die Leute förmlich ausrasten.

Billy Idol geht sofort ins Tonstudio, wo Keith Forsey für den modernen Sound sorgt und den Grundstein legt für die Karriere des Billy Idol.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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