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- Aerosmith – Dream On

Wie eine der langlebigsten Partnerschaften der Rockmusik entstand und welche Rolle eine Portion Pommes dabei spielte.

Vom Pommes Koch zum Bandmitglied
Der Traum von einem Leben als Rockstar beginnt, als Steven Tallarico seine frühe Kindheit überwiegend unter dem Flügel seines Vaters verbringt und dessen Spiel andächtig lauscht. Seitdem weiß der Junge, wie wichtig Melodie und Taktgefühl für ein Lied sind.

Mit 17 nennt er sich Steven Tyler und tourt mit der Band Chain Reaction durch die Lande. Viel Geld verdient er nicht, aber für eine Portion Pommes reicht es gerade noch. In einem kleinen Diner in dem Nest Sunapee in New Hampshire verputzt Steven die besten French Fries, die er je gegessen hat.

Neugierig will er wissen, wer so gute Fritten hinbekommt. Es ist ein Aushilfskoch namens Joe Perry. Wie Steven hat er eine lange Matte, seine Hornbrille wird notdürftig mit einem Klebeband zusammen gehalten. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, und dass der Koch auch ein toller Gitarrist ist, hört Steven ein paar Tage später bei einem Konzert von Joes Band.

Die Freundschaft gerät in Gefahr

Wenig später legen die beiden ihre Bands zusammen, nennen sich Aerosmith und Steven erinnert sich an seine Kindheit unter dem Flügel des Vaters. "Dream On" nennt er die Ballade, denn für ihn hat sich nun sein Traum erfüllt.

Von der Optik her vergleicht ihn die Presse oft mit Mick Jagger von den Rolling Stones. Und analog zu Mick und Keith, denen die Musikjournalisten den Titel "Glimmer-Twins" gegeben haben, nennen sie Steven und Joe wegen ihres exzessiven Drogenkonsums die "Toxic Twins".

Nur einmal in den frühen Jahren gerät die Freundschaft der beiden in Gefahr. Denn Joe heiratet seine Jugendliebe Elyssa und verbringt mit ihr fortan mehr Zeit als mit seinem Kumpel Steven, was dem überhaupt nicht schmeckt. Im Streit verlässt Joe Perry die Band und kehrt erst nach seiner Scheidung zu Aerosmith zurück.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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