Das asbest-belastete Hochhaus "Steglitzer Kreisel" © imago/Raimund Müller
Das asbest-belastete Hochhaus "Steglitzer Kreisel" © imago/Raimund Müller | Bild: imago/Raimund Müller

- Steglitzer Kreisel

Schon um den Bau in den 70ern gab es viele Skandale, später zog das Bezirksamt ein. Jetzt sollen in dem Gebäude bis zu 220 Wohnungen entstehen.

Die Geschichte

Mit dem Bau des Kreisels wurde im Jahr 1968 nach Plänen der Architektin Sigrid Kressmann-Zschach begonnen. Die Bauarbeiten wurden 1974 wegen der KREISEL AFFÄRE wieder eingestellt. Aufgrund einer Bürgschaft in Höhe von 42 Millionen Mark musste der Senat für die Schulden der Architektin Sigrid Kressmann-Zschach aufkommen.

Nach Fertigstellung im September 1980 beliefen sich die Baukosten für den Kreisel auf 323 Millionen Mark.  

Asbestfunde

Im Mai 1990 geriet der Kreisel, inzwischen ein Steglitzer Wahrzeichen, erneut in die Schlagzeilen, da Asbestfunde im Bürohochhaus bekannt wurden. Diese wurden allerdings nur bei auftretenden Schäden und somit auch nur partiell beseitigt. Dieses Verfahren hatte zur Folge, dass bis zum Oktober 2004 ein Gutachten erstellt werden musste, aus dem hervorgeht, dass spätestens 2007 Teile des Hochhauses gesperrt werden müssten.

Der Leerstand des Steglitzer Kreisels seit 2007 kostete den Berliner Senat jährlich mehr als 700.000 Euro. Bis zum Verkauf des Sockels im Jahr 2015 befand sich der Steglitzer Kreisel im Eigentum der Gemeinschaft Becker & Kries (Eigentümer des Sockels) und des Landes Berlin (Eigentümer des Turms).

Zukunftspläne

Bauinvestor Christoph Gröner von der CG Gruppe will 220 Wohnungen darin schaffen und verkaufen. Allein die Asbestsanierung kostet 18,5 Millionen Euro. Im Turm sollen Eigentumswohnungen entstehen, im Sockel Mietwohnungen. Erwerb, Sanierung und Umbau von Turm und Sockel soll 180 Millionen Euro kosten. Zur Zeit ist die Entkernung soweit abgeschlossen und die Sanierung läuft.

Bis ca. 2020 soll dann alles fertig sein unter dem Namen „Wohnprojekt City Tower“.

Stand: 11.09.2017