Ein Eckhaus in der Hasenheid
Foto: radioBERLIN 88,8 / Doris Anselm

- Das „Geisterhaus“ vom Hermannplatz

Seit 2012 steht das ehemalige Wohnhaus am Hermannplatz leer. Jetzt gibt es Pläne für eine erneute Nutzung des Hauses.

Familiengeschichte

Die Immobilie ist laut "Tip" seit Jahrzehnten in Besitz der alteingesessenen Neuköllner Familie Barta. Familienoberhaupt Hans starb 1982. Er übergab den Bau an seinen Sohn Daniel, einen Hamburger Anwalt und FDP-Abgeordneten. Doch der starb 2014. Seitdem ist laut dem Magazin die Witwe von Hans Barta alleinige Besitzerin des Hauses. 

Für bezahlbare Wohnungen

Das "Bündnis bezahlbare Mieten" sagt:  „Der Bezirk muss von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Seine Befürchtung: Sollte ein Investor das Gebäude samt Filet-Grundstück erhalten, kann sich jeder ausrechnen, was passiert. Günstiger Wohnraum würde dort nicht entstehen.“  Im Oktober 2015 gab es eine Zweckentfremdungsanzeige gegen die Besitzerin.

Laut Baustadtrat Thomas Blesing (SPD) hat der Bezirk den Sachverhalt überprüft, tatsächlich Leerstand festgestellt und den Eigentümer angeschrieben.   

Zukunfsplan Büroturm mit Wohnungen

Seit vielen Monaten umarmt nun ein Baugerüst das seit langem leer stehende Haus. Besonders für Graffiti-Sprayer scheint das Gebäude eine magische Anziehungskraft zu besitzen. Eigentümer/Vertreter ist die Immobilienfirma "Ziegert". Sie wirbt mit: "1A Lage – Trendbezirk Neukölln" und will in dem Gebäude nun 3000 Quadratmeter Gewerbefläche vermieten.

"Das Haus wird komplett saniert", so eine Firmen-Sprecherin auf Anfrage. Es gebe viele Interessenten, sagt sie. Aus dem Neuköllner Haus wird ein Büroturm. Auch einige Wohnungen sollen dort entstehen. Ende 2017/Anfang 2018 soll es dann soweit sein.

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