1. Wenn andere meinen Namen hören, dann ...
gibt` s öfter Irritationen. Das sie nicht wissen wollen, wo ich herkomme oder wo ich geboren bin, sondern nur meinen Namen wissen wollen.
2. Das bedeutsamste Ereignis in den letzten 20 Jahren war für mich ...
Schon der Fall der Mauer. Es kam relativ überraschend und das diese Stadt endlich wieder eins geworden ist, war doch sehr, sehr, sehr schön und ein sehr bewegendes und sehr berührendes Erlebnis.
3. Mit meinem letzten Zwangsumtausch habe ich ...
in der Kneipe ein Bier getrunken.
4. Die Wiedervereinigung brachte für mich persönlich ...
neue Perspektiven und die Chance, dass ich nicht nur in West-Berlin Pfarrer sein konnte, sondern relativ kurz nach der Wende eine Gemeinde am Ostrand von Berlin übernommen habe.
5. Seit 1989 war ich noch nie ...
leider in Weimar. Aber es wird noch passieren.
6. Wenn die Mauer nicht gefallen wäre, dann wäre ich heute ...
wahrscheinlich Pfarrer hier in Kreuzberg.
7. Menschen, die die Mauer wieder aufbauen wollen, sage ich ...
Die sind nicht ganz dicht.
8. Typisch Westen ist ...
Eine gewisse Überheblichkeit und Arroganz, die immer noch eine Rolle spielt. In meiner Zeit, als ich Gemeindepfarrer war, da habe ich viele Wessis erlebt, obwohl ich selber einer bin, die doch sehr arrogant dahergekommen sind und gesagt haben, so muss man das eben halt machen und im Endeffekt ihre eigenen Interessen verfolgt haben.
9. Typisch Osten ist für mich ...
Das gibt sehr viele Menschen, die viel kritisieren und meckern, aber nichts tun. Sie könnten sich aber engagieren, einmischen und sich auf der politischen Ebene einbringen. Stattdessen bleiben sie lieber zu Hause.
10. Dieser Berliner beeindruckt mich am meisten ...
Helmut Gollwitzer, weil er für mich die Verbindung zwischen politischen Engagemant, theologischem Denken und christlichem Glauben hergestellt hat. Er ist ein alter Professor der Theologie, der vor allen Dingen in den 60ziger Jahren auch in der Studentenbewegung sehr aktiv war.
11. Dieser Berliner nervt mich am meisten ...
Da fällt mir überhaupt keiner ein.
12. Mir geht es momentan in dieser Stadt ...
Wunderbar. Vor allen Dingen, wenn es jetzt Frühling wird, die Straßen wieder lebendig und die Menschen in den Vorgärten oder an der Straße sitzen und ihren Kaffee trinken. Das ist wunderbar.
13. 20 Jahre nach dem Mauerfall vermisse ich noch immer ...
Das die Mauer in den Köpfen vieler Berliner verschwunden ist.
14. Am wenigstens verändert hat sich Berlin ...
An keiner Stelle. Sie hat sich überall verändert.
15. In 20 Jahren sollte es in Berlin ...
Noch lebendiger, noch bunter, noch kreativer sein als jetzt.