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radioBERLIN 88,8 - Das Hauptstadtradio

Do, 24.05.2012 | 22:56 Uhr

Karin Berlin

Ich wohne in Berlin am Krampasplatz, das ist in der Nähe vom Wilden Eber. Bin verheiratet, habe zwei Kinder, drei Enkelkinder. 66 Jahre. Wir sind gerne im Tomasa. Das ist ein Cafe in Zehlendorf, Berliner Str.

1. Wenn andere meinen Namen hören, dann… 
Dann wird man teilweise veräppelt. Wenn ich sage: „mein Name ist Berlin“ sagen sie: “Ach`wie schön und ich bin Düsseldorf“ oder in dieser Art. Jeder ist immer erstaunt „Berlin“- ach was für ein schöner Name.

2. Das bedeutsamste Ereignis in den letzten 20 Jahren war für mich…
Der Mauerfall, weil Berlin jetzt frei ist und man kann dorthin, wo hin man möchte. Wir fahren viel herum. Ich bin am Alex und Prenzlauer Berg.

3. Mit meinem letzten Zwangsumtausch habe ich…
Das weiß ich gar nicht mehr.

4. Die Wiedervereinigung brachte für mich persönlich ...
eisen und viel rumfahren.

5. Seit 1989 war ich noch nie…
im Spreewald und Dresden.

6. Wenn die Mauer nicht gefallen wäre, dann wäre ich heute…
hätte man nicht soviel Reisen können.

7. Menschen, die die Mauer wieder aufbauen wollen, sage ich…
manchmal ärgert man sich schon, wenn sie so frustriert sind und immer schimpfen. Da sage ich dann: „da sollen sich jeder seine Mauer hinstellen“, wenn sie es alles so toll fanden.

8. Typisch Westen ist für mich…
Zehlendorf. Dort wohnen viele reiche Leute. Es gibt viele Villen und dicke Autos. Aber einkaufen tun sie auch bei Aldi, obwohl sie ein dickes Auto und viel Geld haben.

9. Typisch Osten ist für mich…
da lästert man natürlich doch, wenn man sie mit ihren Beuteln sieht und dann teilweise so die Haarfarbe sieht man auch das sind noch Ossis. Vorne blond, hinten schwarz. Ja, was noch? Die Namen sind auch so komisch, wie Cindy oder Mandy. Wenn ich daß hööre, dann denke ich „Mensch, die kommt bestimmt aus dem Osten“.

10. Dieser Berliner beeindruckt mich am meisten… 
Heino Ferch oder Ulrich Mühe. Die sehe ich sehr gerne, weil sie so natürlich schauspielern.

11. Dieser Berliner nervt mich am meisten… 
Herr Wowereit mit seinen doofen Sprüchen. Ich habe nicht das Gefühl, daß er viel für unsere Stadt tut.

12. Mir geht es momentan in dieser Stadt…
gut. Finanziell haben wir unser Auskommen. Keine Sorgen, keine Schulden.

13. 20 Jahre nach dem Mauerfall vermisse ich noch immer…
eine wirkliche Eiinheit Berlins. Man spricht ja immer noch von Ostlern oder Westlern und nicht von Berlinern. Genau wie mit den Gehältern. Im Westen verdienen sie mehr als im Osten.  Dass finde ich nicht gut.

14. Am wenigstens verändert hat sich Berlin…
Da fällt mir nichts ein.

15. In 20 Jahren sollte es in Berlin…
sauber und schön sein. Und die Menschen in der Stadt sollten etwas anständiger mit einander umgehen.

Stand vom 28.4.2009

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