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Do, 09.02.2012 | 02:34 Uhr

Hendrine Berlin vor dem Olympiastadion

Hendrina Berlin vor dem Olympiastadion. Diesen Ort schätzt sie besonders wegen seiner wechselvollen Geschichte.

Hendrina Berlin

Ich bin 73 Jahre alt und geboren bin ich am Niederrhein an der holländischen Grenze in Goch. Jetzt wohne ich in Charlottenburg. Ich bin verwitwet und habe eine Tochter. Ich war Einkäuferin und Abteilungsleiter im Hertie-Konzern für Uhren und Schmuck.

1. Wenn andere meinen Namen hören, dann ...
werden sie ihn sicherlich nicht vergessen.

2. Das bedeutsamste Ereignis in den letzten 20 Jahren war für mich ...
das meine Tochter aus Japan wieder zurückgekommen ist. Die hat da erst studiert. Ich hatte die Befürchtung sie bleibt dort und dann hat sie sich nach fünf Jahren entschieden wieder zurückzukommen nach Berlin.

3. Mit meinem letzten Zwangsumtausch habe ich ...
mit einer großen Clique eine Fahrt an den Spreewald gemacht, weil das eine Landschaft ist, die es glaube ich nur einmal auf der Welt gibt.

4. Die Wiedervereinigung brachte für mich persönlich ...
ganz große Freude, auch für die Menschen von drüben, die nun auch wieder andere Länder kennen lernen konnten.

5. Seit 1989 war ich noch nie ...
wieder in meiner alten Heimat am Niederrhein.

6. Wenn die Mauer nicht gefallen wäre, dann wäre ich heute ...
wo ich jetzt auch bin in der Laube in der Kolonie Braunsfelde am Spandauer Damm.

7. Menschen, die die Mauer wieder aufbauen wollen, sage ich ...
dass ich für diesen Wunsch kein Verständnis habe.

8. Typisch Westen ist für mich ...
die gucken nur vor ihrer Haustür, wenn ich gesagt habe im Urlaub, wo ich herkomme, ich komme aus Berlin, dann wurde ich als die Mauer noch stand gefragt, aus West- oder Ostberlin. Die haben das einfach nicht kapiert, dass wenn ich aus Ostberlin gewesen wäre, ich nicht am Strand auf Mallorca sitzen würde.

9. Typisch Osten ist für mich ...
jemand, der höhergestellt ist in Anführungszeichen in den „Hintern kriechen“.

10. Dieser Berliner beeindruckt mich am meisten ...
das ist Willy Brand. Er war immer volksnah und man hat bei ihm immer das Gefühl gehabt, er könnte mein direkter Nachbar sein.

11. Dieser Berliner nervt mich am meisten ...
der Udo Walz.

12. Mir geht es momentan in dieser Stadt ...
sehr gut. Diese Stadt liebe ich und ich wusste schon am zweiten Tag, als ich auf der Halenseebrücke stand und den Funkturm sah. Das ist meine Stadt. Hier bin ich zu Hause. Und ich wollte eigentlich immer zurück an den Niederrhein „back to the roots“, aber das habe ich mir abgeschminkt. Hier ist es doch schöner.

13. 20 Jahre nach dem Mauerfall vermisse ich noch immer ...
ich vermisse nichts. Es ist eigentlich alles besser geworden

14. Am wenigstens verändert hat sich Berlin ...
im Westen.

15. In 20 Jahren sollte es in Berlin ...
keinen Unterschied mehr geben zwischen Ost und West.

Stand vom 5.5.2009

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Hendrina Berlin

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Format: Real Media