Daniel Berlin am Seddin-See. Hier fühlt sich die bekennende Wasserratte am wohlsten.
Daniel Berlin
Von Beruf bin ich Fernsehregisseur und wurde 1959 geboren. Ich lebe im Moment getrennt, habe zwei Kinder. Geboren bin ich in Berlin-Friedrichshain, wohne im Moment aber in Berlin-Schöneberg
1. Wenn andere meinen Namen hören, dann ...
Gibt es immer Reaktionen. Die reichen von „echt, wirklich“ und es gibt auch einen ganz großen Teil, die glauben es gar nicht und wollen irgendwie einen Beweis sehen. Ausweis.
2. Das bedeutsamste Ereignis in den letzten 20 Jahren war für mich ...
Ich müsste erhöhen. Es gibt Drei. Es ist in jedem Fall die Wende. Es ist meine Hochzeit gewesen und die Geburt meiner Tochter.
3. Mit meinem Begrüßungsgeld habe ich ...
eine ganze Weile gehütet und dann habe ich mir ein paar Jeans gekauft. Die Jeans waren total schick.
4. Die Wiedervereinigung brachte für mich persönlich ...
Die Möglichkeit mich super rasant in meinem Beruf zu entwickeln und natürlich die Freiheit die Welt kennen zu lernen.
5. Seit 1989 war ich noch nie ...
in New York.
6. Wenn die Mauer nicht gefallen wäre, dann wäre ich heute ...
Also, entweder weiterhin ein relativ kleines Licht beim DDR-Fernsehen, aber ich glaube eher, ich wäre umgesattelt und wäre Taxifahrer geworden.
7. Menschen, die die Mauer wieder aufbauen wollen, sage ich ...
Das ist, glaube ich, total bekloppt. Was soll das?
8. Typisch Westen ist für mich ...
Da kann man sich ja mit der Antwort auch den Mund verbrennen. Aber ich bin da mal ganz ehrlich: mehr Egoismus, mehr Blick auf „Zukunft Karriere“. Und ganz böse, verzeiht mir, das trifft nicht Alle viel „Schaumschlägerei“.
9. Typisch Osten ist für mich ...
mehr Zusammenhalt zwischen den Menschen, mehr auf Freundschaften bauen und vielleicht nicht immer nur über das nachdenken, was man in seiner beruflichen Karriere erreichen will.
10. Dieser Berliner beeindruckt mich am meisten ...
wenn mich überhaupt Menschen beeindrucken, das sind die, die neben Job, neben Familie sich ehrenamtlich irgendwie noch betätigen.
11. Dieser Berliner nervt mich am meisten ...
Es gibt Einen, der hat mich wirklich am Meisten genervt. Ich glaube, der ist seit ein paar Tagen gar nicht mehr Berliner. Das ist unser ehemaliger Finanzsenator Sarrazin. Da könnte ich platzen.
12. Mir geht es momentan in dieser Stadt ...
Supergut. Das Lebensgefühl in der Stadt ist toll. Eine tolle, quirlige Stadt. Möchte ich nicht missen.
13. 20 Jahre nach dem Mauerfall vermisse ich noch immer ...
Politik, die von unten gemacht wird.
14. Am wenigstens verändert hat sich Berlin ...
Da, wo ich aufgewachsen bin und zwar in Köpenick-Wendenschloss. Was aber nicht negativ gemeint ist.
15. In 20 Jahren sollte es in Berlin ...
Sauberer werden. Weniger Autos sollten fahren und mehr Verständnis untereinander.