Smartphone mit PayPal-Logo auf Computertastatur (Foto: imago/Christian Ohde)
Foto: imago/Christian Ohde

Service - Digitale Bezahlmethoden

Am 15. März ist Weltverbraucher-Tag. Die Verbraucherzentralen widmen sich dieses Jahr dem Thema „Digitale Bezahlmethoden“.

Doch welche Bezahlmethoden gibt es, wie bekomme ich bei Problemen mit der Ware mein Geld zurück und wie sicher sind meine Daten im Netz?

Antworten auf diese und weitere Fragen hat radioBERLIN-Verbraucherexpertin Silja Sodtke.

Welche Bezahlmethoden gibt es?

Die sicherste und bei den Verbrauchern beliebteste Bezahlmethode ist der Kauf auf Rechnung. Auch wenn manchmal eine kleine Gebühr fällig ist. Weitere Varianten sind Lastschrift (also Bankeinzug) sowie die Zahlung per Kreditkarte. Diese Bezahl-Methoden sollte man nur wählen, wenn der Anbieter seriös ist, denn man gibt seine sensiblen Bankdaten weiter.

Ebenso beliebt wie Lastschrift sind Online-Bezahlsysteme (beide Platz 2 in der Verbrauchergunst) wie beispielsweise PayPal, paydirekt oder sofortüberweisung. Vorteil: Man gibt Kontodaten nicht direkt an den Händler, sondern das wird alles über das zwischengeschaltete Online-Bezahlsystem abgewickelt. Tipp: Manche Kreditkarten-Gesellschaften bieten Prepaid-Kreditkarten an. Die kann ich mit einem bestimmten Betrag aufladen lassen und dafür kann ich im Netz einkaufen.

Bietet ein Online-Shop mehrere gängige Bezahlmöglichkeiten zur Auswahl an, spricht das für den Online-Shop.

Wenn es Probleme mit der Ware gibt, wie schwer ist es, bereits gezahltes Geld zurück zu bekommen?

Bei Kreditkartenzahlung und Lastschrift kann man das Geld meist einfach zurück buchen lassen. Bei den Online-Bezahlsystemen sollte man sich den Käuferschutz genau anschauen. Manchmal kann man die Zahlung einfach stornieren, manchmal beschränkt sich der Käuferschutz nur auf bestimmte Probleme wie gar nicht gelieferte oder falsch gelieferte Ware.

In vielen Fällen dauert dieser Prozess. Das Problem muss dem Betreiber des Bezahlsystems gemeldet werde, dann wird der Fall geprüft, bevor der Betrag gegebenenfalls zurückgebucht wird.

Bezahlen im Internet ist zwar inzwischen Alltag. Trotzdem bleibt oft ein mulmiges Gefühl. Stichwort: Datenklau.

Es besteht natürlich immer das Risiko, dass Kontodaten, Passwörter und andere sensible Daten gephisht werden. Wichtig ist: Lange Passwörter mit vielen Sonderzeichen wählen, diese immer mal wieder ändern und das Konto regelmäßig nach unrechtmäßigen Abbuchungen checken. Wenn es diese gibt, dann sofort mit dem Anbieter des Bezahlsystems Kontakt aufnehmen. Und mit der Polizei.

Wer den Schaden sofort meldet, haftet höchstens für einen Betrag von bis zu 150 Euro. Wer bewusst oder fahrlässig TANS, PINS oder andere sensible Daten weitergegeben hast, muss eine höhere Haftung in Kauf nehmen.

Tipp: Es lohnt ein Blick in die Hausratsversicherung. Manche decken Phishing-Schaden ab, alternativ kann man diesen Punkt mit aufnehmen lassen.

Mehr Informationen

Mehr Informationen und acht goldene Regeln zum digitalen Bezahlen gibt es bei der [Verbraucherzentrale Berlin].

Am 15. März informiert die Verbraucherzentrale Berlin außerdem von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr an einem Infostand in der Wilmersdorfer Straße zum Thema.