Lebsnmittel
Bild: Foto: Silja Sodtke

- Was drauf ist, soll drin sein

Nicht immer ist das was wir kaufen, auch das was wir wollen. Gegen diese Irreführung gehen jetzt Verbraucherschützer auf die Barrikaden. Die Bundesverbraucherzentrale fordert verschiedene Dinge, die für uns Käufer mehr Klarheit bringen sollen.

In einer neuen Studie haben die Verbraucherschützer festgestellt: Für die meisten Käufer ist klar, die Lebensmittelhersteller schummeln.  Nur noch 10 Prozent der befragten Männer und Frauen haben überhaupt noch volles Vertrauen in die Lebensmittelhersteller. Rund 85 Prozent meinen, dass Lebensmittel auf den Verpackungen besser dargestellt werden als sie wirklich sind. 

Beispiele für Irreführung

Viele Produkte, die Verbraucher wegen Irreführung an die Bundesverbraucherzentrale gemeldet haben, finden Sie auf der Internetseite der Verbraucherschützer www.lebensmittelklarheit.de.

Auf dem Markt ist zum Beispiel ein Mangosaft, der nur 0,1 Prozent Mango enthält. Ebenfalls meldeten Verbraucher bei der Verbraucherzentrale Milchreis mit Kokos und Mandeln. In diesem sind nur 0,8 Prozent Kokos und gar keine richtigen Mandeln. Weiteres Beispiel: Frischkäse mit Walnuss. Auf der Packung sind sehr prominent Wallnüsse abgedruckt. Tatsächlich machen sie nur 2 Prozent aus.

Bei zugesetzten Aromen blickt kaum jemand durch

Beispiel: Produkte mit Himbeergeschmack. Hier finden wir die unterschiedlichsten Beschreibungen der Art des Geschmacksstoffes, so zum Beispiel „aromatisiert“, mit „Himbeeraroma“, mit „natürlichem Aroma“ oder mit „natürlichem Himbeeraroma“. Nur letztere Bezeichnung bedeutet, dass dieses Aroma zu 95 Prozent aus echten Himbeeren besteht.

Was fordert die Verbraucherzentrale?

Die Verbraucherschützer fordern, dass vorne auf der Packung deutlich aufgedruckt ist, wieviel von denen auf der Packung gezeigten Inhaltsstoffen tatsächlich im Produkt sind. Außerdem welche und wieviele Aromastoffe enthalten sind. Außerdem sollen Aromastoff-Bezeichnungen verständlicher werden. Die, die künstlich sind, sollen so auch benannt werden.

http://www.lebensmittelklarheit.de/

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Beitrag von Silja Sodtke radioBERLIN 88,8-Verbraucherexpertin