Schauspieler Tom Holland als Spiderman vor einem fahrenden Zug
Bild: imago/ZumaPress

- Tom Holland ist der neue "Spiderman"

Der 21-Jährige spricht im Interview mit radioBERLIN-Filmfrau Frauke Gust über die Faszination des Superhelden, die Dreharbeiten in Berlin und seine Angst vor Spinnen.

In SPIDERMAN HOMECOMING gibt’s eine kleine, witzige Szene, die in Berlin gedreht ist –  wie war der Dreh auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor?

Wir sind einfach da rumgerannt und haben mich dabei gefilmt, wie ich Spaß habe -und Berlin ist ja eine Stadt, in der man sehr leicht Spaß haben kann! Wir sind also da rumgerast, haben die Sehenswürdigkeiten gefilmt und ich bin in eine nackte Lady reingelaufen!!! Das war schon irgendwie verrückt und auch irgendwie großartig.
 

Sie sind ausgebildeter Tänzer, haben mit neun Jahren schon das Tanzen gelernt und sind mit dem Musical „Billy Elliot“ berühmt geworden. Sind Sie jetzt die perfekte SPIDERMAN-Besetzung wegen Ihrer körperlichen Fähigkeiten . Sie machen ja sogar den berühmten Flip selber!?

Ja, das kann man sicher so sagen. Körperlichkeit ist aber sowieso ein wichtiger Teil der Schauspielkunst, das macht man sich vielleicht nur nicht so klar. Wenn man eine bestimmte Figur spielt, geht es immer zum großen Teil darum, die Körperlichkeit der Figur herauszuarbeiten.

Die Tatsache, dass ich ein so gutes Tanztraining hatte und viel Erfahrung als Turner und Akrobat habe, ist einfach fantastisch, weil es mir ermöglicht, Figuren auf eine wirkliche sportliche Weise zu verkörpern. Für mich ist Spiderman der körperlichste und sportlichste Held im Marvel Universum, und in der Filmwelt überhaupt. Ich bin einfach glücklich darüber, dass ich diese Erfahrung schon hatte und mich am Set richtig austoben konnte.


Was ist für Sie das Besondere an SPIDERMAN?

Ich glaube, einer der Gründe, warum ich mich mit Spiderman immer schon so verbunden gefühlt habe, war: er ist ein Junge, der auf die Oberschule geht, ich bin ein Junge, der auf die Oberschule geht. Ich konnte mich mit dieser Figur auf einer persönlichen Ebene verbinden.

Sich beispielsweise mit Thor zu verbinden ist viel schwieriger. Er ist ein König und ein Gott, es ist auch schwer mit Tony Stark, weil er Billionär ist. Sein Probleme ist: „mein Lamborghini hat das falsche Gelb“. Mein Problem ist, dass ich nicht mal genug Geld für den Bus habe. Es ist toll eine Figur zu spielen, auf die man sich so ganz grundsätzlich beziehen kann.


Haben Sie Angst vor Spinnen?

Ja, es ist leider nur allzu wahr. Ich hatte früher nur leichte Angst vor Spinnen. Aber jetzt, wo mich die Journalisten dauernd danach fragen, wird es immer schlimmer, weil ich ständig über meine Angst rede. Ich muss damit aufhören, den Leuten zu erzählen, dass ich Angst vor Spinnen habe. Vielleicht ist das jetzt hier das letzte Interview wo ich „ja“ sage.