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Do, 24.05.2012 | 21:42 Uhr

Das ExpertenTeam

Laborantin mit einem Reagenzglas (Foto: dpa)

Nicht alle Zusatzstoffe kommen aus dem Labor.

Ernährung

Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Natürlich sollte jeder besonders aufmerksam sein, wenn es um Ersatzstoffe geht. Aber lange nicht alle "Ehs" kommen aus dem Labor - ein kleiner Führer durch den E-Dschungel.

Egal, ob Kekse, Ravioli oder Kakaopulver: überall stecken sie drin in unseren Lebensmitteln: die Zusatzstoffe. E105, E340, E501 – die Nummern stehen für Stoffe, die Lebensmittel haltbar machen, sie färben oder ihnen Geschmack geben.

Längst nicht alle der über 300 Zusatzstoffe stammen aus dem Chemielabor. "Ungefähr die Hälfte ist vollkommen unbedenklich“, sagt die Ernährungsberaterin und radioBERLIN 88,8-Expertin Vera Spellerberg: "Hinter den E-Nummern verbergen sich auch so harmlose Dinge wie Pottasche, die seit Jahrhunderten zum Beispiel als Backtriebmittel eingesetzt wird. Oder Milchsäure, mit der wir Sauerkraut herstellen.“

Gefahren durch bunte Farben

Es gibt aber auch Zusatzstoffe, bei denen Vorsicht geboten ist. Bestimmte Farbstoffe stehen zum Beispiel im Verdacht, Hyperaktivität bei Kindern zu fördern oder Allergien auszulösen. Auch den Geschmacksverstärker Glutamat sieht die Ernährungsexpertin kritisch: "Manche Leute klagen nach dem Besuch von China-Restaurants über Kopfschmerzen, Quaddeln oder andere allergische Reaktionen. Das liegt daran, dass in dieser Kultur sehr viel Glutamat benutzt wird. Ich empfehle, diesen Geschmacksverstärker so selten wie möglich zu essen.“

Selbst kochen ist gesünder

Besonders viele Zusatzstoffe sind sie enthalten in Fertigprodukten - sowohl aus der Dose als auch aus dem Tiefkühlregal. Auch Süßigkeiten enthalten oft viel Chemie. Wer regelmäßig Fertiggerichte isst und viel bunten Süßkram nascht, nimmt darum täglich etwa 20 Gramm Zusatzstoffe aller Art zu sich. Wer selbst aus frischen Zutaten kocht und das Naschen reduziert, landet bei durchschnittlich nur 5 Gramm.

Bio statt Chemie

Auch wer ökologische Lebensmittel einkauft, vermeidet viele umstrittene Zusatzstoffe. Ein Großteil der chemischen Helfer ist bei "Bio“ nämlich völlig verboten, andere dürfen nur in viel geringerer Konzentration verwendet werden.

Eine ausführliche und aktuelle Liste mit Zusatzstoffen hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen herausgegeben. Sie kann für 4,90 Euro (plus 2 Euro Versand) unter folgender Adresse bestellt werden:

Verbraucherzentrale NRW
Versandservice
Adersstra0e 78
40215 Düsseldorf
Tel. (0211) 3809-555
Fax (0211) 3809-235
Email: publikationen@vz-nrw.de
www.vz-ratgeber.de

Stand vom 10.9.2009

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