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Fr, 03.09.2010 | 01:11 Uhr

Das ExpertenTeam

Änderungen im Hundehaltergesetz ab 2010

Für alle Berliner Hunde ist ab 1. Januar eine spezielle Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Außerdem müssen alle Hunde einen Mikrochip tragen, damit sie identifiziert werden können.

Auch Hunde machen mal Unfug!

Leider kommt das immer wieder vor: Ein Hund läuft vors Auto und verursacht einen Unfall. Wenn dabei auch Menschen verletzt werden, wird es schnell sehr teuer. Gut zu wissen: Die normale Privathaftpflicht-Versicherung, die viele Berliner sowieso haben, ist für so einen Fall nicht zuständig! Deswegen muss ab 1. Januar für jeden Berliner Hund eine spezielle Versicherung abgeschlossen werden.


Ein Preisvergleich lohnt

Die Preis-Unterschiede bei der so genannten Tierhalterhaftpflicht-Versicherung sind groß. Ein Internet-Vergleich lohnt darum auf jeden Fall. So gibt es eine einfache Versicherung mit hoher Selbstbeteiligung online schon ab etwa 40 Euro im Jahr.

Selbstbeteiligung heißt, dass der Hundebesitzer kleinere Schäden (beispielsweise bis zu einer Grenze von 150 Euro) selbst begleicht. Wer nicht im Internet abschließt, sondern zu einem Versicherungsmann um die Ecke geht, zahlt aber auch für so eine Police schnell das Doppelte.


Die Selbstbeteiligung – eine Frage des Temperaments

Wer einen lebhaften Hund hat oder einen Welpen, der gern auch mal aus Versehen etwas vom Tisch fegt, sollte über eine Police ohne Selbstbeteiligung nachdenken. Die kostet dann zwischen 20 und 50 Euro mehr, tritt dafür aber auch bei kleinen Schäden ein. Laut Gesetz muss die Versicherungssumme mindestens eine Million Euro betragen.

Die meisten Policen sehen aber ohnehin höhere Summen vor – üblich sind drei, fünf oder zehn Millionen Euro. Diese Summen sind vor allem dann nötig, wenn ein Geschädigter nach einem Unfall nie wieder arbeiten kann und eine lebenslange Rente von der Versicherung erhält. Ein äußerst unwahrscheinlicher Fall, der den Hundebesitzer aber ruinieren kann.


Mikrochip: kleiner Pieks, große Sicherheit

Mit Hilfe eines Mikrochips können Haustiere identifiziert werden, wenn sie weglaufen. In Berlin sind sie ab Januar Pflicht. Anders als das Tätowieren, das früher üblich war, tut das Implantieren nicht weh: „Der Hund merkt den Pieks kaum“, sagt der Charlottenburger Tierarzt Maurice Bob.

Der Chip ist etwa so groß wie ein Reiskorn und wird am Hals unter die Haut gespritzt. Wenn der Hund verloren geht, kann die Information des Chips mit einem speziellen Gerät ausgelesen werden. Viele Tiere haben so schon zu ihren Besitzern zurückgefunden. Das Implantieren übernimmt jeder Tierarzt, es kostet inklusive Chip um die 30 Euro.


Teure Nachlässigkeit

Auch, wenn wohl kaum mit regelmäßigen Kontrollen zu rechnen ist: Zumindest in der Theorie sieht das Berliner Hundegesetz harte Strafen für Hundehalter vor, die sich nicht an die Vorschriften halten. Bis zu 10.000 Euro drohen, wenn Mikrochip oder Versicherung fehlen.

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