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Do, 24.05.2012 | 20:58 Uhr | Jetzt läuft: Sidney Youngblood - If Only I Could

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Nano-Partikel verbessern zum Beispiel die Fließfähigkeit von Ketchup. Foto: dpa-Bildfunk

Nano-Partikel verbessern zum Beispiel die Fließfähigkeit von Ketchup. Foto: dpa-Bildfunk

Nano-Partikel in Produkten

Nano-Partikel sind in unserer Konsumwelt schon lange keine Seltenheit mehr. Doch wie gefährlich können die mikroskopisch kleinen Teilchen für die Gesundheit sein?

Nano-Technologie – was ist das überhaupt?

Nano-Teilchen sind unvorstellbar kleine Partikel. Der Weltraumforschung ist es gelungen, diese Partikel industriell herzustellen – eigentlich eine tolle Errungenschaft, denn sie sind auch auf der Erde ausgesprochen vielseitig einsetzbar. Im Autolack erzeugen sie beispielsweise einen Perleffekt. Sie verhindern, dass Tütensuppe klumpt und können sogar Bakterien bekämpfen.


Warum warnt das Umweltbundesamt jetzt vor manchen Produkten, die Nano-Teilchen enthalten?

Bislang ist weitgehend ungeklärt, welche Auswirkungen die winzigen Teilchen auf den Menschen haben. Dabei ist sicher, dass bestimmte Sorten von Nano-Partikeln ebenso giftig sind wie gefährliche Chemikalien.

Für problematisch halten Wissenschaftler besonders Produkte, bei denen der Mensch die Partikel einatmet – etwa bei Deo-Sprays. Weniger besorgniserregend sind erste Untersuchungen zum Verschlucken (etwa bei Lebensmitteln).


Woran sind die Nano-Produkte überhaupt zu erkennen?

Leider gibt es noch keine Kennzeichnungspflicht. Manche Hersteller werben aber auf der Packung mit „Nano-Technologie“, weil das modern klingt. Da hilft nur genau hinzusehen.


Wenn ich weiß, dass Nano-Teilchen drin sind: was kann ich bedenkenlos kaufen und was nicht?

Die Deo-Sprays sollte man lieber im Regal stehen lassen. Auch einige Sonnencremes enthalten Nano-Teilchen. Da wir sie unmittelbar auf die Haut auftragen, raten Wissenschaftler davon ab. Wenig empfehlenswert ist antibakterielle Unterwäsche mit „Nano-Silber“, weil die Teilchen nach und nach ausgewaschen werden.

Weniger problematisch sind dagegen Schuhcremes. Und bei Batterien oder einem mit Nano-Lack behandelten Auto besteht normalerweise kein Risiko, weil die Teilchen fest gebunden sind und nicht in die Umwelt gelangen.

Stand vom 27.10.2009

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