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Do, 24.05.2012 | 20:50 Uhr

Das ExpertenTeam

Kaminfeuer

Foto: pixelio

Kaminöfen

Hier erfahren Sie alles, was Sie zum Kauf, zur Installation & zum Betrieb von Kaminöfen wissen müssen.

Vor dem Ofenkauf – ein Blick aufs Dach

Fast alle Kaminöfen im Haus oder der Wohnung benötigen einen Schornstein. Der Schornsteinfeger hat bei der Abnahme des Ofens auf jeden Fall ein wichtiges Wörtchen mitzureden

Sie brauchen also einen Schornstein an der richtigen Stelle mit einem freien Schornstseinzug darin. Sollte an ihrem Schornstein schon ein anderer Ofen hängen, dürfen sie ihren Ofen nicht als offenen Kamin betreiben.
Problematisch kann auch ein zu großer Schornsteinquerschnitt sein, dann hilft ein in den Schornstein eingezogenes Edelstahlrohr. Das benötigt man auch, wenn gar kein Schornstein vorhanden ist. Es wird dann als sogenannter Außenkamin an die Hauswand montiert und leitet den Rauch vollständig ab.

Nötig ist auch in jedem Fall das O.K des Hausbesitzers. Darüberhinaus muss der Ofen den Bestimmungen der Bundesimmisiionsschutzverordnung entsprechen.


Welcher Ofen für welchen Zweck

Die Heizleistung die der Ofen bringen muss, hängt in jedem fall von der Größe der Wohnung oder des Zimmers und der Höhe der Räume ab. Auch im härtesten Winter kann man mit 6 oder 10kw die ganze Wohnung heizen. Häufig ist so ein Kaminofen aber nur als Zusatz - Heizung geplant: für die Übergangszeit, für die die gemütliche Abendstunde, für die Feier mit Freunden. Dimensionieren Sie deshalb nicht zu groß, Sie kommen sonst schnell ins Schwitzen!

Der Lagerfeuerromantik am nächsten kommt auch in der Wohnung ein offener Holzkamin. Ein großer Teil der Heizleistung geht dabei jedoch verloren. Kamine offen oder geschlossen - können als holländische Kamine ganz in die Wand eingelassen werden, als lombardische etwas hervorstehen oder als französische ganz außerhalb der Wand stehen.

Wer zur Miete wohnt oder öfter umzieht, wählt besser keinen eingebauten Kamin, sondern sogenannte Schwedenöfen z.B. aus Gusseisen oder Keramik. Verkachelte Öfen sind dabei aber noch keine Kachelöfen, die Kacheln sind in erster Linie Zierde. Kacheln neigen häufig oft dazu, zu reißen und unansehnlich zu werden. Ersatzkacheln haben oft einen abweichenden Farbton.


Der Teufel steckt oft im Detail

Achten Sie bei der Auswahl ihres Ofens auch auf die Details: z.B. die Größe des Brennraums und auf die Kapazität der Aschenlade. Ist das Backfach nur Show oder zum Brotbacken geeignet? Gibt es einen Werkskundendienst? Wird der Griff heiß? Lässt sich der Ofen gut saubermachen? Schiebetüren sind oft schwieriger zu reinigen, die Dichtungen können eher verschleißen oder sie können blockieren.

Gebogene Scheiben sind als Ersatzteil teuer, ebenso aufwändige Innenverkleidungen. Entscheidend sind auch die Sicherheitsabstände, die zur Einrichtung für das jeweilige Modell eingehalten werden müssen.
Um den Fußboden vor Funkenflug zu schützen sollte man ihn um den Ofen herum mit einer Bodenplatte bedecken.


Was der Ofen verbrennen kann

Betrieben werden die meisten Öfen mit Holz –am besten mit abgelagertem, trockenem Holz mit höchstens 20% Feuchtigkeit. Viele vertragen auch Kohle und Briketts, produzieren aber dann wesentlich mehr Asche. Holzpelletsöfen kommen immer mehr in Mode und sind im Betrieb relativ sind auf jeden Fall geschlossen. Sie verbrennen Holzpellets, die aus Spänen unter hohem Druck aber ohne jegliche Zusatzstoffe gepresst wurden.
zum Holzpellets. Moderne Pelletöfen besitzen auch Wassertaschen , mit denen man Warmwasser erhitzen kann.

Als Alternative zum Holz gibt es neuerdings auch Gel- oder Ethanolkamine. Diese brauchen nicht mal einen Abzug ins Freie, weil sie keinen Rauch erzeugen. Das Prinzip ist dasselbe wie bei den Pasten fürs Fondue. Bei der Verbrennung des Ethanols entstehen Kohlendioxid und Wasserstoff, ähnlich wie in der vom Menschen ausgeatmeten Luft. Allerdings kann die Flamme eine etwas andere Farbe haben, als die in den Holzkaminen und das typische Knistern fehlt.


Preise

Preislich ist die Spannweite bei Öfen riesig. Von 500 bis zu mehreren tausend Euro kann man für den Kamin ausgeben. Auf jeden Fall sollte man sich vom Fachmann beraten lassen.


Stand vom 7.1.2010