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Do, 24.05.2012 | 20:43 Uhr | Jetzt läuft: Steely Dan - Do It Again

Das ExpertenTeam

HDTV auf der IFA 2010

Foto: dpa-Bildfunk

HDTV

Gestochen scharfe Bilder in bisher nicht gekannter Qualität: das verspricht das neue Fernsehformat HDTV. Was man dazu braucht und wie es funktioniert: Alle Antworten gibts hier.

Erste und wichtigste Frage: Muss ich mir für HDTV überhaupt jetzt auf die Schnelle noch einen neuen Fernseher kaufen?
Nein. Wer einen Flachbildfernseher besitzt, hat mit großer Wahrscheinlichkeit schon ein passendes Gerät. Meistens klebt irgendwo auf dem Gehäuse der Aufkleber „HD“ - dann ist alles in Ordnung. Nur wer noch einen Röhrenfernseher hat, hat Pech. Mit diesen Geräten geht es auf keinen Fall.

Viele Leute gucken in Berlin ja per Antenne und Set-Top-Box fern. Welche Umstellung ist da erforderlich, damit ich in Zukunft hochauflösende Fernsehbilder bekomme?
Gar keine, denn über Antenne gibt es bisher kein HDTV. Wer hochauflösend fernsehen möchte, muss das Fernsehsignal über einen anderen Weg beziehen. Drei Möglichkeiten gibt es dazu: Entweder Kabelfernsehen, Satellitenschüssel oder Fernsehen übers Internet.

Oft muss neben dem Fernseher noch ein weiteres Gerät stehen: Das ist eine kleine Box, die auch eine eigene Fernbedienung hat. Darüber kann ich die Programme dann auswählen. Wen das nervt und wer lieber „alles in einem" hat, der braucht tatsächlich einen neuen und gut ausgestatteten Fernseher. Bei manchen Modellen sind diese Zusatzgeräte schon mit eingebaut.

Wenn alle nötigen Geräte angeschafft sind, was kostet HDTV denn monatlich?
Die billigste Variante: Die Satellitenschüssel auf dem Dach. Der Zuschauer muss keinen Vertrag abschließen und kann zumindest ARD, ZDF und arte völlig kostenlos in toller Qualität sehen, also auch einen Großteil der Fußballspiele bei der Weltmeisterschaft. Man muss also wirklich nur einmalig Schüssel und HDTV-Receiver kaufen. Beides zusammen gibt es schon für etwa 150 Euro.

Die privaten Sender sind übrigens weniger großzügig: Sie haben ihre Satelliten-Angebote verschlüsselt. Wer sie auch in HDTV-Qualität empfangen möchte, muss sich zusätzlich einen Decoder und eine Chip-Karte besorgen. Ab dem zweiten Jahr kostet die 50 Euro Gebühr.

Zweite Möglichkeit: Kabelfernsehen. Auch da gibt es ARD und ZDF in hochauflösender Qualität ohne Zusatzkosten. Der Nachteil sind allerdings die relativ hohen monatlichen Kosten. Einerseits muss man den Kabelanschluss selbst bezahlen, damit also die Buchse in der Wohnung überhaupt funktioniert. Andererseits braucht man dann noch einen Zusatzvertrag für digitales Fernsehen. Das heißt, der analoge Anschluss wird auf digital umgestellt. Gesamtkosten pro Monat: etwa 20 Euro und mehr.

Und was ist mit Fernsehen per Internet, das haben bisher nur wenige Berliner?
Das ist vor allem dann eine gute Alternative, wenn sowieso schon ein schneller Internet-Anschluss mit Flatrate vorhanden ist. Dann sind die Mehrkosten gering.

Ein Beispiel: für Alice-Kunden, die DSL haben, kostet das Fernseh-Angebot 4,90 Euro im Monat Aufpreis – da sind dann mehr als 60 Fernsehsender enthalten. Und ARD und ZDF sind selbstverständlich in hochauflösender Qualität mit dabei.


Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie auch bei den Kollegen der ARD.

Stand vom 2.6.2010

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