Auslöser von allergischen Beschwerden
Die giftigen Härchen der Tiere, die sie nach dem zweiten Häuten ausbilden, sind für Menschen sehr gefährlich. Es drohen Hautirritationen, Atembeschwerden und Augenreizungen. Eichenprozessionsspinner schlüpfen meist im späten April und frühen Mai. Ihren Namen tragen sie, weil sie prozessionsartig zu ihren Nahrungsplätzen wandern. Die "Prozession" kann bis zu 20 Spuren erreichen.
Nester nicht berühren!
Die Nester seien ebenfalls gefährlich, weil sich dort auch nach dem Auszug der Raupen noch Härchen oder Häutungsreste befinden könnten. Die betreffenen Nestern sollen auf keinen Fall angefasst oder angestochen werden.

So sieht ein Nest der Eichenprozessionsspinner aus.
Foto: dpa-Bildfunk
Raupen rechtzeitig bekämpfen
Die Gespinstnester sollten nicht mit Wasser entfernt oder verbrannt werden, weil sich die Brennhaare dann verbreiten könnten. Es gibt Firmen, die solche Nester absaugen. Für diese Arbeiten sind vollständig abgeschlossene Schutzanzüge und ein Atemschutz notwendig, mahnt das Julius Kühn-Institut.
Was tun nach Kontakt?
Keine Härchen in den Wohnbereich tragen, Kleidung wechseln und waschen, Duschen oder Baden, Haare waschen, Augen mit Wasser ausspülen. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht und auf den Kontakt mit Raupen hinweisen werden.
Mit Bioziden gegen den Schädling
Das Biozid ist ein Extrakt aus den Kernen des asiatischen Neem-Baumes. Es wird in den kommenden Tagen in ganz Berlin versprüht. Es soll für den Menschen ungefährlich sein, hieß aus der Senatsverwaltung für Gesundheit.
