
Antwort von Christian Wolter
Kfz-Sachverständiger und radioBerlin 88,8 Experte
Warum wird Diesel dick?
Bei Kälte wird Diesel zähflüssig. Enthaltene Paraffine kristallisieren und verdicken den Kraftstoff. Dieser kann dann nicht mehr so gut fließen und friert schließlich ein, vor allem in den Leitungen am Unterboden des Fahrzeugs. Der Kraftstoff von der Pumpe gelangt nicht mehr vom Tank zum Motor.
Gegenmaßnahmen
Um das zu verhindern, kann man zirka 5 Prozent normalen Kraftstoff zutanken - also Otto- oder Superbenzin. Man kann stattdessen auch so genannte Additive dazu geben. Die sind aber in der Regel etwas teurer als der Kraftstoff.
Deshalb mein Tipp: Kostengünstiger einfach normalen Kraftstoff zum Diesel zutanken.
Weitere Tipps, damit das Auto bei Kälte nicht schlapp macht
+ Das Auto möglichst windgeschützt abstellen. Wenn vorhanden, dann unbedingt die Garage oder den Carport nutzen. Schon ein paar Grad wärmer schützen vor dem Einfrieren.
+ Den Motorraum mit einer Decke vor Kälte schützen.
+ Wer sich mit dem Starten schwer getan hat oder Starthilfe in Anspruch nehmen musste, sollte danach wenigstens acht bis zehn Kilometer am Stück fahren und dabei große Stromverbraucher wie die Sitzheizung aus- und das Gebläse nur auf niedriger Stufe einschalten.
+ Vom Motor nach Kaltstart nicht sofort die volle Leistung abverlangen. Nicht im Stand laufen lassen, sondern zügig und mit mittlerer Drehzahl loszufahren. So werden Kühlwasser, Motor- und Getriebeöl rasch in den richtigen Betriebszustand gebracht.
+ Das Gebläse mit niedriger Leistung auf die Windschutzscheibe richten. Erst bei Erwärmung des Motors "Orkanstärke" einschalten.
Sinnvoll: Eine Diesel-Zusatzheizung nachrüsten.
Weiter Tips auf der Internetseite des ADAC: www.adac.de
(Diese Link ist verkürzt dargestellt, führt aber direkt zur Themenseite)