Stromkosten steigen
Höhere Stromkosten durch EEG-Umlage, mehr Biosprit-Anteil an der Tankstelle, kein Zuschuss mehr für Partikelfilter.
Stromkosten
Erhöhung der EEG-Umlage
Die EEG-Umlage (Erneuerbare-Energie-Gesetz) zur Förderung erneuerbarer Energien steigt im nächsten Jahr von 2,047 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde. Wegen der erhöhten EEG-Umlage müssen die Stromkunden 2011 tiefer in die Tasche greifen.
Preiserhöhungen
Viele Stromversorger haben für das kommende Jahr Preiserhöhungen von bis zu 14,4 Prozent angekündigt. Allerdings macht die Erhöhung der EEG-Umlage bei einem mittleren Strompreis von 23 Cent je Kilowattstunde gerade mal 7,5 Prozent aus.
Da außerdem andere Preisbestandteile (zum Beispiel die Strombezugskosten) gesunken sind, sieht die Verbraucherzentrale keinen Anlass, die Strompreise anzuheben. Grundsätzlich ist es ratsam, immer wieder zu prüfen, ob man durch einen Wechsel zu einem anderen Stromanbieter sparen kann.
Abschied von der Glühbirne
Zum 1. September 2011 fällt auch die 60-Watt-Glühlampe unter die so genannte Ökodesignrichtlinie der Europäischen Union und darf nicht mehr produziert werden.
Mehr Biosprit im Benzin
Bisher werden Benzin bis zu fünf Prozent (Bio-)Ethanol("E5") beigemischt. Zum Jahresende 2010 wird der Anteil im "Super"-Sprit auf maximal zehn Prozent angehoben. "E10" wird zusätzlich zum "E5" aus den Zapfsäulen fließen.
Kein Zuschuss mehr für Partikelfilter
Der Zuschuss von 330 Euro für die Nachrüstung von Diesel-PKW mit Partikelfiltern entfällt Ende 2010.
FINANZEN
Geldautomaten
Wer Bargeld an Automaten fremder Geldinstitute abhebt, sieht ab 15. Januar vor der Auszahlung, wieviel die Bank oder Sparkasse für die Transaktion kassiert. Dadurch hat der Kunde die Wahl, auf günstigere Geldautomaten auszuweichen.
Gesetzliche Einlagensicherung
Ab dem 31. Dezember 2010 sind in Deutschland Einlagen bis zur Höhe von 100.000 Euro gesetzlich abgesichert. Bislang lag die Grenze bei 50.000 Euro. Bei einer Insolvenz des Instituts erhalten die Kunden innerhalb von 30 Arbeitstagen die Entschädigung bis zu dieser Höchstgrenze.
Vorausgesetzt, die Gelder wurden in Euro oder einer anderen EU-Währung auf Konten angelegt, die als Einlage gelten.
Lohnsteuerkarte
Die bisherige Lohnsteuerkarte aus Pappe hat ausgedient. An ihre Stelle tritt ein elektronisches Verfahren: ELStAM– für "Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale". Sämtliche Daten auf der Steuerkarte 2010 werden automatisch in ELStAM übernommen. Dies gilt auch für eingetragene Freibeträge. Erforderliche Änderungen der alten Angaben - etwa bei der Kinderzahl - müssen beim jeweiligen Finanzamt beantragt werden.
Wichtig: ELStAM wird stufenweise eingeführt. Deshalb gilt im neuen Jahr weiterhin die Karte für das Jahr 2010. Arbeitgeber dürfen sie nicht vernichten. Wer 2011 einen neuen Job antritt, der nimmt die alte Karte auch noch zum neuen Arbeitgeber mit.
Steuerliche Absetzbarkeit häuslicher Arbeitszimmer
Beschäftigte, deren Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt (zum Beispiel für Lehrer), können ab 2011 Kosten bis zu einer Höhe von 1.250 Euro steuerlich geltend machen.