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Do, 24.05.2012 | 20:07 Uhr | Jetzt läuft: Robert Palmer - Mercy Mercy Me/I Want You

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Frau mit Brillen

Foto: dpa-Bildfunk

Computerbrillen

Wer oft am Computer arbeitet, kann irgendwann Probleme mit den Augen bekommen. Viele Augenärzte empfehlen dann eine spezielle Computerbrille. Wie gut sie wirklich hilft, erfahren Sie hier.

Viele Optiker empfehlen eine Brille „für alles“. Die Standard-Gleitsichtbrille sei eigentlich ausreichend, um gut zu sehen, auch am Computer. Solche Brillen sind Allrounder: Der obere Bereich ist so geschliffen, dass man gut in die Ferne schauen kann. Der mittlere Bereich ist für kürzere Distanzen da, etwa einen Computermonitor. Und ganz unten wirkt die Brille wie eine Lupe, also ideal zum Lesen.

Klingt gut – aber die Praxis sieht oft anders aus. „Die Mehrzahl meiner Patienten klagt über Probleme mit der Gleitsichtbrille“, sagt der Augenarzt und radioBERLIN-Experte Dr. Kirk Nordwald. Der Grund: Viele Brillen sind entweder schlecht angepasst oder müssten erneuert werden. 


Teures Vergüngen
Gerade bei schmalen modischen Brillen wird oft der Nahsichtbereich unten stark weggeschliffen. Außerdem muss die „Allround-Gleitsichtbrille“ alle zwei bis drei Jahre erneuert werden, weil sich die Stärke im Nahbereich ständig verändert.

Das ist ein schönes „Abonnement“ für den Optiker, der darum gerne „Gleitsicht-Kunden“ hat. Die Patienten aber müssen viel Geld bezahlen: Eine Gleitsichtbrille kostet ab 800 Euro aufwärts. Viele scheuen darum die ständige Investition und benutzen eine Brille, die nicht mehr optimal passt.

Die Folge: Das Arbeiten am Computer ist anstrengend, oft legen Brillenträger den Kopf leicht in den Nacken. Das führt auf Dauer zu Verspannungen und Schäden im Bereich der Halswirbelsäule.


Günstige Alternativen
Computerbrillen können da eine Lösung sein. Dr. Nordwald empfiehlt zwei Alternativen, um die stundenlange Arbeit im Büro zu erleichtern. Wer sehr viel nur auf den Bildschirm schaut, sollte über eine so genannte Einstärkenbrille nachdenken. Das ist eine preiswerte Standardbrille, die als Kompromiss das Sehen in Nahdistanz erleichtert. Weil sie ohne den „Sehtunnel“ einer Gleitsichtbrille geschliffen wird, halten die Gläser in der Regel mehrere Jahre. Kostenpunkt: je nach Gestell und mit entspiegelten Gläsern um die 300 Euro.

Teure Alternative
Eine Gleitsichtbrille für die Raumdistanz. Das ist eine Brille, die nur für den Bildschirm (oberer Teil des Glases) und Akten auf dem Schreibtisch (unterer Teil des Glases) gedacht ist. Die Augen können also zwischen den Papieren auf dem Schreibtisch und dem Monitor hin- und herwandern. Der Vorteil: Der Sehtunnel ist hier viel breiter, weil die Gläser nur auf einen Teil des Sehspektrums eingeschliffen werden (Raumdistanz und Nähe). Die Brille ist bequemer zu benutzen als die „Allround-Gleitsichtbrille“.


Die Brille nicht selber zahlen
Übrigens: Wer die Brille ausschließlich am Arbeitsplatz nutzt, kann sie in vielen Fällen auch vom Arbeitgeber bezahlen lassen. Die Kosten können Patienten auch bei der Steuererklärung geltend machen.

Stand vom 15.2.2010

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