Bislang durften deutsche Autofahrer für Verstöße nur an Ort und Stelle zur Kasse gebeten werden. Das ändert sich jetzt: Künftig können die Bußgelder aus EU-Staaten auch in Deutschland eingetrieben werden.
Aber es könnte auch schon bei Verstößen greifen, die Monate oder sogar Jahre zurückliegen. Denn entscheidend ist laut ADAC das Datum, an dem die ausländische Behörde den Bußgeldbescheid ausstellt. Und das kann dauern. So beträgt die Zustellfrist in Italien 360 Tage, in Frankreich zwei Jahre.
Außer für die Geldbörse haben Verkehrssünden im europäischen Ausland allerdings keine Konsequenzen: Punkte in Flensburg oder Fahrverbot gibt es nicht. In eindeutigen Fällen rät der ADAC, das Knöllchen schnell zu bezahlen. Denn wer zu lange wartet, muss mit saftigen Aufschlägen rechnen.
So erhöht sich in Frankreich etwa die Strafe für 20 km/h zu viel nach sieben Tagen von 90 auf 135 Euro.
Hier die Top 10 der Bußgelder in Europa.
1. 5.500 Euro: 50 km/h zu schnell in Großbritannien
2 . 2180 Euro: 50 km/h zu schnell Österreich
3. Bis zu 1.375 Euro: Ohne Warnweste in Belgien
4. 1.500 Euro: Alkoholisiert nachts in Italien
5. 970 Euro: Alkoholisiert in Tschechien
6. 500 Euro: 50 km/h zu schnell in Österreich
7. 280 Euro: 20 km/h zu schnell in Schweden
8. 250 Euro: Rotlicht überfahren in Schweden
9. 155 Euro: Telefonieren am Steuer in Italien
10. 90 Euro: Falschparken in Spanien